Kreuzschule zaghaft wiederbelebt
Unterricht für 104 Schüler

Heek -

Wochenlang war die Kreuzschule wegen der Corona-Krise geschlossen. Seit Donnerstag kehrt für einige Schüler ein Stück Schulalltag zurück – unter sehr strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Donnerstag, 23.04.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 24.04.2020, 16:56 Uhr
Trotz Corona: Unter strengen Auflagen kehrt ein Stück Schulalltag an die Kreuzschule zurück.
Trotz Corona: Unter strengen Auflagen kehrt ein Stück Schulalltag an die Kreuzschule zurück. Foto: Till Goerke/ Montage: Martin Klose

Wochenlang waren die Türen der Kreuzschule wegen der Corona-Pandemie geschlossen. An Unterricht war nicht zu denken. Doch am Donnerstag (23. April) kehrte wieder etwas Leben ins Schulgebäude zurück. Denn Abschlussklassen müssen nach dem Willen der Landesregierung auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet werden.

Wir haben uns an der Kreuzschule einmal umgehört, wie der Schultag gelaufen ist und stellen einige der Sicherheitsvorkehrungen vor.

Etwas ungewohnt sei es noch gewesen, schildert es die didaktische Leiterin Melanie Brune-Kofoet . Aber: „Wir haben alle Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz gewissenhaft umgesetzt und unsere Schüler haben sich sehr diszipliniert verhalten.“

​Nicht selbstverständlich, schließlich blieb dem Kollegium nicht viel Vorlaufzeit, um in Zeiten der Corona-Krise kurzfristig alle notwendigen Schutzmaßnahmen umzusetzen. „Es war viel Arbeit, aber wir haben Eltern und Schüler immer auf dem Laufenden gehalten. Jeder wusste, was ihn heute erwartet“, sagt Melanie Brune-Kofoet.

So kam von den insgesamt 104 Schülern der vier Abschlussklassen nur die Hälfte. Die andere Hälfte kommt am Freitag. Und so geht es im Wechsel immer weiter. Jede der zwei Gruppen ist wiederum in vier Untergruppen unterteilt.

​Jede Gruppe nutz einen separaten Eingang, um ins Schulgebäude zu gelangen. Auf direktem Weg geht es dann ins Klassenzimmer. Kontaktminimierung ist das Zauberwort. An jedem Eingang gilt zudem die Desinfektionspflicht der Hände. „Dort haben die Schüler auch ihre Masken bekommen“, berichtet Melanie Brune-Kofoet. Sowohl auf dem Flur als auch in den Pausen müssen sie getragen werden.

In den Klassenzimmern stehen die Tische weit auseinander, und die Plätze sind mit Namenszetteln versehen. Damit jeder Schüler zügig seinen Platz einnehmen kann. „Ich habe zudem in jeder Gruppe unsere Sicherheitsbestimmungen vorgelesen“, so Brune- Kofoet­.

Zudem musste jeder Schüler ein Exemplar dieser Bestimmungen unterschreiben, um zu bestätigen, dass er diese zur Kenntnis genommen hat. „Viel Aufwand, der sich aber absolut gelohnt hat. Es ist alles gut gelaufen.“

Übrigens kamen alle Schüler aus den umliegenden Bauerschaften der Ortsteile von Heek und Nienborg ausschließlich mit dem Fahrrad zur Schule. Lediglich der Schulbus nach Meteln ist im Einsatz. Und selbstverständlich gelten auch während der Pause auf dem Schulhof alle Corona-Sicherheitsregeln.

​„Einige unübersichtliche Areale auf dem Gelände haben wir darum auch mit Bauzäunen abgesperrt“, sagt Melanie Brune-Kofoet. „Für uns alle ist das eine besondere Situation, die wir aber auch zusammen meistern werden.“

Wichtig sei, dass die Schüler zielgerichtet und gewissenhaft auf die Prüfungen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch vorbereitet würden. „Darum sind auch die entsprechenden Fachkräfte im Einsatz.“ Wohlgemerkt jene, die selbst nicht zur sogenannten Risikogruppe gehören.

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