Am Donseler Feld in Ahle entstehen zwei 173 Meter hohe Windkraftanlagen
Windräder-Bau hat begonnen

Heek -

In Heek gibt es mehrere Windkraftzonen. Eine davon liegt in der Bauerschaft Ahle, wo derzeit neue Windkraftanlagen gebaut werden. Ihre Höhe wird beachtlich sein.

Donnerstag, 30.04.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 16:22 Uhr
Das Schild mit dem roten Punkt weist auf die Baumaßnahme am Donseler Feld hin.
Das Schild mit dem roten Punkt weist auf die Baumaßnahme am Donseler Feld hin. Foto: Markus Gehring

Schwere Maschinen sind in der Bauerschaft Ahle angerückt. Walzen, Bagger und Trecker sind an der Ecke Wittenbergstraße/Graeser Weg damit beschäftigt, Erdarbeiten durchzuführen. Es sind vorbereitende Maßnahmen für das Errichten neuer Windkraftanlagen, die einmal eine beachtliche Größe haben werden.

Bis die Arbeiten jetzt anlaufen konnten, war es jedoch ein langes Prozedere. Seit 2016 zieht sich die Angelegenheit mittlerweile. „Das hat alles sehr lange gedauert“, macht auch Bauamtsleiter Herbert Gausling daraus keinen Hehl. Ein Mix aus Ursachen habe dazu geführt. Unter anderem die Tatsache, dass das Ganze aufwendig ausgeschrieben werden musste.

Zum baurechtlichen Hintergrund: Auf Basis des Flächennutzungsplans, der 2016 in Kraft trat, sind im Gemeindegebiet fünf sogenannte Windkraftzonen vorgesehen. Der Bereich, in dem derzeit Anlagen gebaut werden, gehört zur Zone Nummer zwei (Donseler Feld).

Und eben so viele Windkraftanlagen des Typs Vestas V 117 sollen dort in den grob geschätzt kommenden zehn bis zwölf Monaten entstehen. Der Abstand der Anlagen zueinander beträgt 350 Meter. Die Gesamthöhe der Windräder beläuft sich auf 173 Meter (Nabenhöhe: 116,5 Meter), bei einem Rotordurchmesser von 117 Metern. Die Nennleistung beträgt 3,54 Megawatt.

Gebaut werden die Anlagen von der Firma Plan 8 aus Eckenförde. Seit fast 30 Jahren betreibt Plan 8 zahlreiche Wind- und Fotovoltaikanlagen.

„Das alles ist in Kooperation mit der Gemeinde und mit Bürgerbeteiligung erfolgt“, stellt Herbert Gausling klar. Im Rat der Dinkelgemeinde war die Angelegenheit übrigens am 18. Juli 2018 Thema. Die Unterlagen selbst lagen im Juli und August 2018 in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht für jedermann aus.

Beschlossen wurde der Bau im Gemeinderat seinerzeit einstimmig. Der Kreis Borken gab dann als Genehmigungsbehörde schlussendlich grünes Licht. Die vorliegenden erforderlichen Grenzwerte des Immissionsschutzgutachten werden laut Verwaltung eingehalten.

Der sogenannte landschaftspflegerische Begleitplan des Anlagenbaus beinhaltet eine Ausgleichsverpflichtung, die durch das Anlegen einer Schwarzbrache auf einer Fläche von etwa 14 000 Quadratmetern und das Anlegen von sogenannten Kiebitz-Streifen auf einer Fläche von rund 2200 Quadratmetern innerhalb der Bauerschaft erfüllt wird.

Und wer jetzt denkt, an den Erträgen der beiden Anlagen könne niemand aus der Dinkelgemeinde teilhaben, der irrt. „Die AHLG beteiligt sich anteilig“, erklärt Bauamtsleiter Herbert Gausling. Sprich: Jeder, der Mitglied der Genossenschaft AHL ist, partizipiert also an dem abgeworfenen Gewinn der Anlagen über die Dividendenauszahlung.

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