Ludger Alfert schildert Lage während der Corona-Krise in Paraguay
Bischof bittet um Unterstützung

Heek/Mariscal Estigarribia -

Gruppensport während der Corona-Krise? Wochenlang undenkbar. Und auch nach den jüngsten Lockerungen des Bundes noch nicht allgegenwärtig. Darum geht man beim SV Heek einen kreativen Weg.

Freitag, 15.05.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 15.05.2020, 16:44 Uhr
Über den Computer hält Bischof Ludger Alfert Kontakt in die Dinkelgemeinde.
Über den Computer hält Bischof Ludger Alfert Kontakt in die Dinkelgemeinde. Foto: privat

Seit 34 Jahren ist der gebürtige Heeker Ludger Alfert Bischof einer Diözese in Paraguay. Dort erlebt der 78-Jährige immer wie bitterste Armut, die noch von Naturgewalten verschärft wird. Im vergangenen Jahr hatten wochenlange Regenfälle große Teil des Gebiets von der Außenwelt abgeschnitten. Nur durch Spenden – auch aus dem Münsterland – konnten viele Bewohner vor dem Verhungern bewahrt werden.

Bislang hat sich das Gebiet immer noch nicht von der Katastrophe erholt, da wird die Lage durch das Corona-Virus verschlimmert. In einem Brief wendet sich Bischof Ludger Alfert an die Bürger seiner Heimatgemeinde: „Zwar gibt es im Chaco nur einzelne angesteckte Leute, aber die Tatsache, dass wir unter einer totalen Quarantäne leben, hat die Folge, dass alle Schulen, Kirchen und viele Geschäfte und öffentliche Gebäude geschlossen sind. Die Konsequenz ist, dass sehr viele Leute keine Arbeit mehr haben. Auch die große Zahl der informellen Arbeiter ist schwer betroffen. Viele Familien, besonders die, die weit entfernt leben von den Städten, leiden Hunger. Wir versuchen, von verschiedenen Organisationen vom Inland und vom Ausland Lebensmittel zu bekommen, um sie an die Leute zu verteilen.“

Auch der Kirche im Vikariat gehe es schlecht, so Bischof Ludger Alfert. Die Einkünfte für die pastorale Arbeit seien praktisch null, und das Vikariat kann nur mit minimalen finanziellen Mitteln rechnen. „Als Bischof muss ich praktisch die Pfarreien unterstützen und das Vikariat mit sechs Diözesanpriestern unterhalten, was mir im Moment praktisch unmöglich ist.“ Deshalb bittet der gebürtige Heeker um eine einmalige Unterstützung für den Unterhalt der Priester und einige pastorale Aktionen in der Corona-Zeit.

Wie die Kirchengemeinde Heilig Kreuz mitteilt, können Spenden in die Briefkästen der Pfarrbüros in Nienborg und Heek gelegt werden oder auf das Konto des Pfarramts Heilig Kreuz (IBAN: DE21 4016 4024 0700 4004 05) bei der Volksbank Gronau-Ahaus mit dem Verwendungszweck „Bischof Ludger Alfert“ überwiesen werden.

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