Corona-Krise: Helfer setzt auf Hilfe anderer
Der Nienborger Stephan Lendring marschiert für den guten Zweck

Nienborg -

Der zwei Meter Hüne ist fest entschlossen. Füße im Sommerurlaub hochlegen? Kommt für ihn nicht in Frage. In Zeiten der Corona-Krise sind für ihn andere Dinge angesagt. Dinge, die den Menschen helfen – nicht nur im Kreis Borken. Und deshalb schnürt Feuerwehrmann Stephan Lendring (53) im Juni wieder die Laufschuhe.

Freitag, 15.05.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 12:38 Uhr
Der Nienborger Stephan Lendring will im Juni zehn Tage und 300 Kilometer durch den Kreis wandern. Und das für einen guten Zweck.
Der Nienborger Stephan Lendring will im Juni zehn Tage und 300 Kilometer durch den Kreis wandern. Und das für einen guten Zweck. Foto: privat

Zehn Tage im Juni und 300 Kilometer durch das nördliche Kreisgebiet sind dabei die Mission des 53-Jährigen, der sich ansonsten mit den Kameraden vom Löschzug Nienborg auspowert. Dass es sich bei den zehn Tagen um seinen Sommerurlaub handelt, macht die Sache noch bemerkenswerter. Doch wie kommt er auf so eine Idee und warum?

„Urlaub zu Corona-Zeiten ist ja schlecht machbar“, sagt Stephan Lendring ganz nüchtern. Und fügt umgehend hinzu: „Einfach zu Hause die Füße hochlegen, ist nicht meine Art.“ Dass der passionierte Feuerwehrmann Action braucht, belegen seine Kilometer langen Läufe in voller Wehrmontur für den guten Zweck in der Vergangenheit.

Sponsoren und Tipps erwünscht

Wer Stephan Lendrings Sponsor werden oder Tipps für Sehenswürdigkeiten und Gastronomiebetriebe geben möchte, kann sich per E-Mail (stephan.lendring@yahoo.de), telefonisch, ' 01573 7814973 oder über Instagramm (hightower_firefighter) an den 53-Jährigen wenden.

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Und die Sache mit dem guten Zweck steht auch bei dem neuen Laufprojekt im Mittelpunkt. Stephan Lendring erklärt: „Ich möchte etwas zurückgeben, den Menschen helfen und ein Zeichen setzen.“ Was vielsagend klingt, unterliegt natürlich auch einem klaren Plan.

Pro Tag visiert der 53-Jährige eine Strecke von etwa 30 Kilometern an. Start- und Endpunkt sollen dabei Nienborg sein. In einem großen Kreis entgegen des Uhrzeigersinns möchte Lendring durch das nördliche Kreisgebiet wandern und dabei möglichste viele interessante Orte und Restaurants kennenlernen.

Nebenbei sucht Lendring Sponsoren, die für jeden seiner zurückgelegten Kilometer einen frei definierbaren Betrag spenden. „Diese Spenden sollen an die Join-4-Energy-Stiftung in den Niederlanden und ein soziales Projekt im Kreis Borken gehen.“ An welches genau, steht noch nicht fest. „Jede Anregung ist willkommen.“

​Das gilt auch für die interessanten Orte und Restaurants. Oder auch für einen Schlafplatz für die Nacht. Denn der 53-Jährige möchte jede Nacht sein Zelt aufbauen. Dafür braucht es einen legalen und geeigneten Platz. Stärkung muss ebenfalls sein. „So kann ich die lokale Wirtschaft unterstützen. Gerade die Gastronomie hat sehr gelitten in der Corona-Krise.“

„Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn sich Leser bei mir melden und mir Vorschläge für Sehenswürdigkeiten und Restaurants unterbreiten“, sagt Stephan Lendring. Gleiches gelte auch für Sponsoren. „Jede noch so kleine Spende bewirkt schließlich Gutes.“

​Anhand der Tipps, die sich der 53-Jährige erhofft, möchte er dann seine exakte Wanderroute planen. Für die erste Etappe schwebt ihm Ahaus, Vreden und Stadtlohn vor. Dann soll es über Borken, Südlohn, Gescher an der Dinkelgemeinde vorbei nach Gronau gehen und von dort zurück nach Nienborg. Aber nicht bloß irgendwie.

Denn während der Großteil der Strecke in bequemer Laufmontur mit nur etwa zehn Kilogramm Gepäck bewältigt werden soll, steht die letzte Etappe wieder ganz im Zeichen der Feuerwehr . „Meine Kameraden werden mir die volle Montur nach Gronau bringen“, erzählt Stephan Lendring. Und in dieser etwa 25 Kilogramm schweren Kluft soll es zurück zum Gerätehaus nach Nienborg gehen.

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