Crowdfundingaktion des DRK-Ortsvereins Nienborg-Heek startet schleppend
Fans müssen sich bis Mitternacht melden

Heek -

Fast 22 Jahre hat der Mannschaftswagen des DRK-Ortsvereins Nienborg-Heek mittlerweile auf dem Buckel. Reparaturen gehören praktisch zur Tagesordnung. Ärgerlich, schließlich benötigen die Ehrenamtlichen den Wagen dauerhaft und auf vielfältige Weise.

Dienstag, 19.05.2020, 16:22 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 15:40 Uhr
Den DRK-Mitgliedern aus Nienborg und Heek läuft die Zeit davon – dabei hat der über 20 Jahre alte Bulli dringend einen Nachfolger nötig.
Den DRK-Mitgliedern aus Nienborg und Heek läuft die Zeit davon – dabei hat der über 20 Jahre alte Bulli dringend einen Nachfolger nötig. Foto: DRK Ortsverein

Einfach einen neuen Mannschaftswagen kaufen? Dafür fehlt das Geld. Darum geht der Ortsverein jetzt einen kreativen Weg. Und baut dabei auf die Unterstützung all jener, die das Ehrenamt stärken wollen.

Crowdfundig nennt sich die Aktion, die der Ortsverein vor einiger Zeit über die Volksbank Gronau-Ahaus ins Leben gerufen hat. Die Kernidee: Viele Spender helfen dabei, das Projekt der Neuanschaffung eines Mannschaftswagen für 15 000 Euro zu realisieren. Darum spricht man bei solchen Aktionen auch von Schwarm- oder Gruppenfinanzierung. Doch die Zeit drängt. Die Aktion ist zeitlich begrenzt.

​Auf der Webseite des Geldinstituts gibt es für das Projekt des DRK-Ortsvereins einen eigenen Spendenaufruf. „Die Idee dazu ist bereits Anfang des Jahres im Gespräch vor Ort mit Mitarbeitern der Volksbank entstanden“, berichtet Ralf Rohling , Vorsitzender des Ortsvereins. Unter anderem durch die Corona-Krise sei das Ganze dann aber etwas in den Hintergrund gerückt. „Jetzt haben wir uns gesagt, dass wir es einfach mal ausprobieren wollen.“

Natürlich waren wir erst mal optimistisch. Jetzt aber sehen wir, dass es schwieriger ist, als angenommen.

Ralf Rohling

Doch schnell mussten die Verantwortlichen feststellen, dass die Sache doch nicht so einfach wie gedacht ist. „Natürlich waren wir erst mal optimistisch. Jetzt aber sehen wir, dass es schwieriger ist, als angenommen“, so Ralf Rohling.

Denn bevor das Projekt in die eigentliche Finanzierungsphase startet, sprich Spenden möglich sind, gilt es, 100 sogenannte „Fans“ des Projekts zu finden. So wird sichergestellt, dass nur Projekte richtig anlaufen, die erfolgversprechend sind.

Dabei klingt die Sache mit dem „Fan werden“ komplizierter als sie es ist. Ein Klick auf der betreffenden Button auf der Projektseite und schon ist man Fan. „Und das bedeutet nicht, dass man spenden muss“, hebt Ralf Rohling hervor. „Fan werden und eine Spende sind zwei Paar Schuhe.“

Der Countdown läuft

Problematisch für den Ortsverein: Der Countdown läuft – die Aktion ist zeitlich begrenzt. Bis heute (Mittwoch, 20. Mai, 24 Uhr) müssen die 100 Fans zusammengekommen sein. Am gestrigen Dienstagmorgen waren es allerdings erst 37 – 63 fehlen also noch.

„Da muss noch etwas kommen. Es wäre so schön, wenn uns ganz viele Heeker unterstützen würden“, so Ralf Rohling. „Für uns ist der Mannschaftswagen einfach unersetzlich. Es wäre ein herber Schlag, wenn wir in Zukunft keinen mehr hätten.“ ​Blutspenden, Gefahrenabwehr, Ausbildung, Freizeitaktivitäten – die Liste der Einsatzbereiche des Mannschaftswagens ist lang.

So war der Ortsverein beispielsweise auch bei dem jüngsten Großbrand in der Bauerschaft Wichum vor Ort, um die Einsatzkräfte mit Verpflegung zu unterstützen. „Auch dafür haben wir den Mannschaftswagen benötigt“, so der Vorsitzende.

Noch lebt die Hoffnung, dass die magische Zahl 100 bis heute Nacht noch erreicht wird. Doch was, wenn es schief geht und die Zahl verfehlt wird? „Das weiß ich auch noch nicht“, sagt Ralf Rohling ehrlich. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wir hoffen einfach darauf, dass unser Traum nicht zerplatzt.“

 

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