Erste Eichenprozessionsspinner-Raupen tauchen auf
Gemeinde setzt auf einen Abwehrmix

Heek/Nienborg -

Die ersten Eichenprozessionsspinner sind in Heek aufgetaucht. Und die Raupen haben bereits das tückische Stadium erreicht.

Mittwoch, 20.05.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 17:47 Uhr
An mehreren Stellen im Gemeindegebiet sind bereits die Raupen des Eichenprozessionsspinners unterwegs.
An mehreren Stellen im Gemeindegebiet sind bereits die Raupen des Eichenprozessionsspinners unterwegs. Foto: Vera Lammers

Abstand halten und einen großen Bogen um sie herum machen – das sind schon jetzt die Zauberwörter an einigen Stellen, etwa am Dinkelweg ist die Giftraupe aufgetaucht, die bereits das dritte Larvenstadium erreicht hat. Das heißt, die gefährlichen Brennhaare sind ausgebildet. ​„Wir werden jetzt sehr zeitnah das weitere Vorgehen besprechen“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling.

Dabei stellt sich immer die Frage, was verhältnismäßig ist. In sensiblen Bereichen wie in der Nähe von Kitas, Schulen, Spielplätzen sowie Rad- und Fußwegen hat eine Spezialfirma die Eichen mit einem Biozid behandelt. Zudem hängen im Gemeindegebiet hunderte Fallen und Vogelhäuser.

Die Gemeinde setzt wie schon im vergangenen Jahr auf einen Abwehrmix und lässt sich diesen 40 000 Euro kosten. „Wir nehmen die Sache sehr ernst. Wie gut die einzelnen Maßnahmen greifen, wird sich zeigen“, so Herbert Gausling.

Wir tun, was wir können, aber überall können wir einfach nicht absaugen.

Bauamtsleiter Herbert Gausling

​Zum Abwehrmix gehört übrigens auch das Absaugen – ebenfalls durch Fachfirmen. „Solange die Raupen noch wandern, ist das sehr schwierig“, erklärt der Bauamtsleiter. Die zielgerichtete mechanische Entfernung sei am effektivsten, wenn sich die Raupen in den Gespinsten verpuppen. „Das dürfte sehr bald so weit sein.“

Überall kann die Gemeindeverwaltung allerdings nicht dafür sorgen, dass alle Gespinste abgesaugt werden. Letztlich ist es eine Kostenfrage. Denn jedes Mal muss dafür eine Fachfirma anrücken. „Und es geht auch um Kapazitäten bei den Firmen“, so der Bauamtsleiter. Schließlich ist Heek nicht die einzige Kommune, die mit der Giftraupe zu kämpfen hat. Auf Privatflächen ist ohnehin der Eigentümer zuständig.

​„Wir erhoffen uns bei den Bürgern Geduld und Verständnis. Wir tun, was wir können, aber überall können wir einfach nicht absaugen“, hebt der Bauamtsleiter hervor. Übrigens ist das Markieren von befallen Bäumen, etwa durch Flatterband oder Schilder, durch Privatpersonen zwar gut gemeint, doch muss dies natürlich in Absprache mit dem Eigentümer erfolgen. Davon ab kann natürlich jeder Befall zur Sicherheit der Gemeindeverwaltung gemeldet werden.

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