Brandschutz-Maßnahmen erhöhen Deckengewicht
Neues Hallendach ist an der Heeker Sporthalle wohl nötig

Heek -

Satte 40 Jahre hat die Zweifachsporthalle der Kreuzschule mittlerweile auf dem Buckel. Das gute Stück ist schwer in die Jahre gekommen. Aber eine Lösung ist längst in Sicht.

Mittwoch, 03.06.2020, 19:43 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 18:14 Uhr
Derzeit sieht es so aus, als müsse das gesamte Hallendach der Sporthalle an der Kreuzschule aus statischen Gründen verändert werden.
Derzeit sieht es so aus, als müsse das gesamte Hallendach der Sporthalle an der Kreuzschule aus statischen Gründen verändert werden. Foto: Markus Gehring

Die Halle soll einmal ein Kultur- und Sportzentrum werden. Die grobe Planung steht, die Finanzierung ebenfalls. Nur der Zeitplan noch nicht so recht. Die Kombination aus Corona und Brandschutz erschwert den Planern und Experten die Arbeit.

„Corona hat leider auch hier Auswirkungen“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Tourismus. Denn in diesem stand das Sporthallen-Thema mal wieder auf der Tagesordnung. „Eigentlich wollten wir kurzfristig in der Sommerpause starten“, führte Weilinghoff aus. Doch die Coronakrise macht den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

Fachplaner konnten nämlich erst nach der Förderzusage über 841 000 Euro durch die Bezirksregierung Münster Ende 2019 beauftragt werden. Diese Summe wird verteilt auf die Jahre 2019 bis 2023. Letztlich begannen die Planer erst Anfang 2020 mit der Arbeit. Und dann kamen die Coronakrise und das Brandschutzproblem. „Das Konzept macht uns Ärger“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage.

Konkret spielt die Statik des Hallendachs beim geplanten Brandschutz nicht mit. Die statisch relevanten Träger müssen mit einem entsprechenden Brand- und Hitzeschutz ausgestattet werden. Das deutliche Plus an Gewicht droht für die Statik zu viel zu werden. „Das ist schon eine enge Nummer“, so der Bauamtsleiter. Zumal on top noch die Basketballkörbe und andere Ausstattungsgegenstände kommen, die ebenfalls an der Decke angebracht sind.

Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, als müsse das gesamte Hallendach runter und durch ein statisch aufgepepptes ersetzt werden. Ob das jetzt mit Mehrkosten des rund zwei Millionen Euro teuren Gesamtprojektes einhergeht, ist noch nicht absehbar. „Wir sind mitten im Planungsprozess“, so Herbert Gausling.

Und da ist schon die nächste Schwierigkeit. Denn durch die Coronakrise haben geplante Treffen mit den Planern nicht stattfinden können. Zeitliche Verzögerungen sind die Folge. „Wir sind dran. Wir tun, was wir können“, sagt der Bauamtsleiter.

Schätzungsweise 1,1 Millionen Euro muss die Gemeinde für das Projekt aus eigener Tasche zahlen.

Trotz all der Widrigkeiten gehen die Verantwortlichen weiterhin davon aus, die Sache mit der Erweiterung der Sporthalle nach Plan auf den Weg bringen zu können. Und das heißt Sanierungsbeginn Anfang 2021. Corona hin oder her.

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