Plexiglasscheibe trennt Fahrer von den Gästen
Der Bürgerbus rollt in Nienborg wieder

Heek -

„Unsere Fahrer scharren schon mit den Hufen. Sie können es gar nicht abwarten, wieder Gäste fahren zu dürfen“, berichtet der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Egon Kiehl. 40 ehrenamtliche Fahrer sind für den Verein im Einsatz. Und werden es so auch wieder ab Dienstag (16. Juni) sein.

Samstag, 13.06.2020, 08:36 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 16:54 Uhr
Der Bürgerbus zwischen Ahaus und Legden, über Nienborg, Heek und Gemen, nimmt am kommenden Montag wieder den Betrieb auf.
Der Bürgerbus zwischen Ahaus und Legden, über Nienborg, Heek und Gemen, nimmt am kommenden Montag wieder den Betrieb auf. Foto: Ronny von Wangenheim

Sie alle hat der Vorsitzende jüngst angerufen, um die Bereitschaft für einen Neustart abzuklopfen. Bis auf wenige privatbedingte Ausfälle seien alle an Bord. „Das ist einfach großartig“, so Egon Kiehl . Erst recht vor dem Hintergrund, dass bereits viele Stammfahrer bei ihm angefragt hätten, wann es denn wieder losgehe.

Der Bürgerbus ergänzt mit seinem Angebot die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) in den Bereichen, in denen ein Fahrbetrieb durch die RVM aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar wäre, aber dennoch ein Bedarf an Mobilität besteht. Die Fahrer des Bürgerbusvereins fahren dabei im Auftrag der RVM.

Der Bürgerbus verkehrt fünf Mal täglich von Montag bis Freitag zwischen den Endstationen Bahnhof Legden und dem St.-Marien-Krankenhaus Ahaus. Dabei werden je Strecke 39 Haltestellen in den Orten und Bauerschaften sowie Industriegebieten von Legden – Asbeck – Wehr – Schöppingen/Gemen – Nienborg – Heek – Ahle und Ahaus angefahren.

„Die Wiederaufnahme des Grundschulunterrichtes war für uns der Auslöser“, so der Vorsitzende. Denn das Angebot des Bürgerbusvereins nehmen auch Schüler wahr. Doch so wie vor der Corona-Krise wird es nicht wieder sein. Direkt ins Auge springen die Plexiglasscheibe hinter dem Fahrer im Bus. Dadurch entsteht eine Schutzzone für die Fahrer, sodass diese ohne Schutzmaske fahren können.

„Unsere Fahrer gehören praktisch alle zur Risikogruppe. Da müssen wir ganz besonders auf sie achten“, sagt Egon Kiehl. Für alle Fahrgäste gilt aber die Maskenpflicht während der gesamten Fahrt. „Wir bitten die Fahrgäste zudem, für die Fahrt passendes Kleingeld bereitzuhalten.“

Wichtig: Rechtlich ist es zulässig, dass bis zu acht Personen im Kleinbus befördert werden. Doch dann, darauf weist der Vorsitzende hin, könne der Sicherheitsabstand nicht mehr eingehalten werden.

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