Projekt anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Heimatvereins
Advena-Skulptur steht vor der Nienborger Wassermühle

Nienborg -

Das nennt man wohl Millimeterarbeit. Die Bronzeskulptur von Paul Advena sitzt auf einer Bank auf dem Platz vor der Wassermühle und hat die Füße auf dem Pflaster stehen.

Freitag, 26.06.2020, 19:20 Uhr
Der Künstler Erich Büscher-Eilert kontrolliert den genauen Sitz der Advena-Skulptur. Dass die Figur des Heimatdichters ihren Platz gefunden hat, freut den Künstler und die Gäste.
Der Künstler Erich Büscher-Eilert kontrolliert den genauen Sitz der Advena-Skulptur. Dass die Figur des Heimatdichters ihren Platz gefunden hat, freut den Künstler und die Gäste. Foto: Rupert Joemann

Künstler Erich Büscher-Eilert (Leer) nimmt die richtige Position noch einmal ab. Aber auch er ist zufrieden. Am Freitagnachmittag wurde die Figur unter den Augen von Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Theo Franzbach, Vorsitzender des Heimatvereins Nienborg, aufgestellt.

„Wer hat heute Morgen Brötchen gegessen“, fragt Tischler Ulrich Heidemann. Er sucht noch kräftige Hände, die mit anpacken, die 120 Kilogramm schwere Figur aus dem Bulli zu heben. Die Helfer sind schnell gefunden, auch ohne Brötchen.

Zunächst liegt die Bronzefigur des Heimatdichters mit dem Rücken auf der Holzbank. Dann wird sie aufgerichtet. „Der braucht noch ein Kissen unter dem Hintern“, ruft einer der Zuschauer scherzend. Doch dem ist nicht so. Die Skulptur passt genau auf die Bank. Erich Büscher-Eilert hat das Modell bewusst drei Prozent größer geformt. Schließlich wird die Skulptur beim Guss rund 2,5 bis drei Prozent kleiner. Das hat der Leerer mit einkalkuliert.

Die Kosten

Die Advena-Skulptur hat rund 23 000 Euro gekostet. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt 50 Prozent der Kosten, der Heimatverein Nienborg 40 Prozent und die Gemeinde Heek zehn Prozent.

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Einer der Helfer legt der Figur einen langen Besenstiel auf den Kopf. Damit wird die genaue Blickrichtung kontrolliert. Schließlich soll der Dichter, der von 1865 bis 1947 gelebt hat, sinnierend genau auf die Wassermühle schauen. Das tut sie.

In der Hand hält er ein Buch, in dem auf einer Seite ein Gedicht über Nienborg zu lesen ist. Eine erläuternde Bronzetafel ist auf dem Boden befestigt. „Der Heimatdichter ist wieder nach Nienborg zurückgekehrt“, sagt Theo Franzbach. Dem Heimatverein sei wichtig gewesen, dass sich Besucher direkt neben Paul Advena setzen können.

Auch Weilinghoff findet gut, dass die Skulptur „nicht nur so dasteht, sondern genutzt werden kann. Das wird neugierig machen“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Eigentlich sollte die Figur anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Heimatvereins bereits eine Woche nach Ostern aufgestellt werden, doch die Corona-Pandemie verhinderte das.

Advena-Skulptur in Nienborg aufgestellt

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