Projekt zur regionalen Energiewende
Die Hoffnung ruht auf Wasserstoff

Heek/Ahaus -

Für Kommunen stellt die Energiewende eine besondere Herausforderung dar. Einen Beitrag könnte Wasserstoff liefern. Ein Projekt könnte der regionalen Energiewende hilfreich dienen.

Mittwoch, 29.07.2020, 07:32 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 16:24 Uhr
Freuen sich über die Zusammenarbeit (v.l.): Christoph Wischemann (Assistenz der Vertriebsleitung 2G Energietechnik), Christian Grotholt (CEO der 2G Energy AG), Landrat Dr. Kai Zwicker, Karl-Heinz Siekhaus (Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus), Karola Voß (Bürgermeisterin in Ahaus), Christian Heinrich (Projektingenieur der FH Münster) und Dr. Markus Könning (Leiter Innovationsberatung der WFG).
Freuen sich über die Zusammenarbeit (v.l.): Christoph Wischemann (Assistenz der Vertriebsleitung 2G Energietechnik), Christian Grotholt (CEO der 2G Energy AG), Landrat Dr. Kai Zwicker, Karl-Heinz Siekhaus (Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus), Karola Voß (Bürgermeisterin in Ahaus), Christian Heinrich (Projektingenieur der FH Münster) und Dr. Markus Könning (Leiter Innovationsberatung der WFG). Foto: WFG

Der Titel der Projektskizze „Nachhaltige und dezentrale Energieversorgung auf Wasserstoff-Basis“ lässt schon ahnen, worum es geht. Gemeinsam mit der 2G Energy AG , der Fachhochschule Münster, der Westfälischen Hochschule, den Stadtwerken Ahaus und der Stadt hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kommunen innovativ“ Mittel beantragt.

Durch nachhaltige Entwicklung stärken

Ziel des Förderprogramms ist es, Projekte zu unterstützen, die die Daseinsvorsorge in den Kommunen und Regionen durch eine nachhaltige Entwicklung stärken. Die Projektbeteiligten bekräftigten jetzt ihre Absichten der Zusammenarbeit, denn – so der Tenor – die Wasserstoff-Technologie werde in Zukunft immer wichtiger. „Wenn wir die Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich betrachten, die im Umweltschutz tätig sind, spielen wir im Kreis Borken schon jetzt ganz vorn mit. Mit 35 Betrieben und fast 3000 Beschäftigen führen wir das Ranking an“, so Landrat Dr. Kai Zwicker. Diesen Nutzen für die Wirtschaftsregion gelte es auszubauen.

Dialog mit den Bürgern

Christian Grotholt (2 G Energy AG) ist überzeugt, dass auch der Dialog mit den Bürgern ein wichtiger Baustein ist: „Ahaus als Testprojekt ist besonders gut geeignet, da sich die Bürgerinnen und Bürger dort schon seit langer Zeit für regenative Energien einsetzen. Die Wasserstoff-Technologie ist hierbei eine sehr gute Alternative, gut für den Mittelstand und den Wettbewerb.“

„Wie sieht das Wohngebiet von Morgen aus? Was müssen wir bei der Erschließung von Wohngebieten beachten?“ Diese und weitere Fragen sieht Bürgermeisterin Karola Voß (Ahaus) auf sich zukommen.

 

„Die Stabilisierung des Stromnetzes wird mit zunehmender volatiler Erzeugung aus erneuerbaren Energien immer wichtiger. Wir erhoffen uns mit diesem Projekt hierzu wichtige Erkenntnisse“, so Karl-Heinz Siekhaus, Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus.

Transfer von Wissenschaft und Praxis

Für Christian Heinrich, Projektingenieur der FH Münster, ist besonders der Transfer von Wissenschaft in die Praxis interessant. „Mit den Projektpartnern haben wir beste Voraussetzungen, gute Ergebnisse zu erzielen und Wasserstoff als Energieträger in Ahaus zu etablieren“, so Heinrich.

Mit ersten Rückmeldungen zur eingereichten Projektskizze wird ab September gerechnet. „Wie auch immer der Förderbescheid ausgehen wird, wir wollen die Thematik weiter voranbringen und werden dazu auch weitere Förderprogramme in Betracht ziehen“, so Dr. Markus Könning, Leiter der WFG-Innovationsberatung.

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