Neue Verkehrsführung an der Einmündung Bischof-Hermann-Straße in die L 573
Das Stoppschild kommt noch

Nienborg -

Lange war die Verkehrsführung für Radfahrer kurz vor Nienborg unübersichtlich. Dort, wo die Bischof-Hermann-Straße in die L 573 mündet, endet der Radweg an der Landesstraße abrupt – Radfahrer müssen sich auf der Straße einordnen.

Dienstag, 18.08.2020, 19:26 Uhr
Bislang müssen Autofahrer noch nicht anhalten, wenn sie von der Bischof-Hermann-Straße auf die L 573 fahren. Das soll in den nächsten Tagen mit einem Stoppschild geändert werden, um den Weg für Radfahrer noch sicherer zu machen.
Bislang müssen Autofahrer noch nicht anhalten, wenn sie von der Bischof-Hermann-Straße auf die L 573 fahren. Das soll in den nächsten Tagen mit einem Stoppschild geändert werden, um den Weg für Radfahrer noch sicherer zu machen. Foto: Till Goerke

Nicht immer ungefährlich, gerade mit Blick auf die Vorfahrtsregeln. Diese Stelle wurde jetzt entschärft.

Radfahrer können sich jetzt über einen sogenannten „Einfädelungsstreifen“ nach dem Ende des Radwegs auf der Straße einordnen. Zudem wurde die gut 50 Zentimeter breite weiße Haltelinie in der Bischof-Hermann-Straße erneuert.

Dinge, um die Lokalpolitiker und Gemeindeverwaltung lange gekämpft haben. Zwar gilt die Kreuzung den Statistiken nach nicht als ausgewiesener Unfallschwerpunkt, zu Unfällen ist es in den vergangenen Jahren dennoch immer wieder gekommen. Vornehmlich verursacht durch Verkehrsteilnehmer, die aus der Bischof-Hermann-Straße kamen.

Detail fehlt noch

Ein Detail fehlt allerdings noch. Eines, das die Vorfahrtsregel an dieser Stelle eindeutig regelt: Ein Stopp-Schild in der Bischof-Hermann-Straße. Bei diesem müssen Verkehrsteilnehmer drei Sekunden an der Haltelinie warten. Zeit, auch Radfahrer rechtzeitig zu registrieren.

Denn gerade für Radfahrer zieht ein Unfall zumeist schwerere Folgen nach sich, wie Kreispolizei-Pressesprecher Frank Rentmeister betont: „Leider ist ein in einen Unfall verwickelter Radfahrer fast immer verletzt.“

Ich fühle mich hier jedenfalls jetzt schon sicherer.

Radfahrerin

Jeder Radfahrer könne zwar in Form von Licht, gut sichtbarer Kleidung und einem Helm zur Eigensicherheit beitragen, doch in Gänze ließen sich auch damit keine Unfälle ausschließen. „Insgesamt sieht das hier aber doch schon mal ganz gut aus“, sagt eine ältere Dame am Dienstag im Gespräch vor Ort. Sie sei zwar nicht aus Heek, fahre aber oft mit dem Rad dort entlang. „Auf Radtouren und so“, erklärt sie. „Ich fühle mich hier jedenfalls jetzt schon sicherer.“

Und was ist jetzt mit dem Stop-Schild? Nachfrage beim Kreis Borken als Straßenverkehrsbehörde: „Das Schild wird kommen“, stellt Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes klar. Ein exaktes Datum nennt er nicht.

Da aber alle dortigen Maßnahmen im Zuge der Gesamtsanierung der L 573 erfolgen sollen, dürfte es nicht mehr allzu lang dauern: Die Arbeiten sollen bereits in wenigen Tagen abgeschlossen sein.

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