Brücke der historischen Wassermühle wird runderneuert
Die Bohlen sind wieder stabil

Nienborg -

Monatelang war sie aus Sicherheitsgründen gesperrt: die Brücke vor der historischen Wassermühle in Nienborg. Doch jetzt hat sich richtig was getan. Rund zwei Tonnen Holz wurden neu verbaut.

Dienstag, 25.08.2020, 18:14 Uhr
Mitarbeiter
Mitarbeiter Foto: Till Goerke

 

Millimetergenaue Arbeit ist gefragt, als die Mitarbeiter der Zimmerei Heuing die finalen Arbeiten an der Brücke vor der historischen Wassermühle in Nienborg durchführen.

Mit Hilfe eines Kranfahrzeugs müssen die Geländerteile angebracht werden. Ein paar Bodenbohlen fehlen in der gut zwölf Meter langen Brücke noch. Doch bis hier hin war es ein langer Weg für die Eigentümerfamilie Brüggemann .

Monatelang war die Brücke gesperrt. Zu groß war das Risiko, die maroden Bohlen zu betreten. „Nicht auszudenken, wenn da etwas passiert wäre“, sagt Dorothee Brüggemann. „Ich bin sehr froh, dass jetzt alles erneuert wird und hier hoffentlich wieder etwas Ruhe einkehrt.“

Leader-Kleinprojekt

Einige Bürger hatten sich in der Vergangenheit darüber mokiert, dass die Brücke gesperrt war, die genau wie das Areal auf der gegenüberliegenden Seite im Privatbesitz der Familie Brüggemann sind. „Wir müssten es nicht zugänglich machen, tun es aber gerne“, sagt Dorothee Brüggemann.

Dass bis zum Sanierungsbeginn vor zwei Wochen einige Monate ins Land zogen, hat mit der Finanzierung zu tun. Denn das Ganze wird als Kleinprojekt über die Leader-Region Ahaus-Heek-Legden mitfinanziert. 80 Prozent beträgt die Förderquote. Gut 10 000 Euro soll die Gesamtsanierung kosten. „Das Ganze läuft schnell und unkompliziert“, so Dominik Olbrich vom Regionalmanagment.

Und doch müssen natürlich ein Antrag erstellt und Angebote eingeholt werden. Bis so eine Förderkulisse steht, dauert es eben seine Zeit. Die Zimmerei Heuing aus Nienborg erhielt unter drei Bewerbern den Zuschlag für die Arbeiten. „Wenn man so auch noch die lokale Wirtschaft fördern kann, ist doch ideal“, so Dominik Olbrich.

Zwei Tonnen Eichenholz aus der Region

Seit knapp zwei Wochen sind die Mitarbeiter an der Wassermühle im Einsatz. Dabei wurden die Geländerteile in der Firma gefertigt und im Ganzen transportiert und montiert. Die Bohlen wurden vor Ort geschnitten. Verwendet wurde Eichenholz aus der Region. Rund zwei Tonnen Holz werden insgesamt verbaut.

​Grob geschätzt dürfte die Brücke die nächsten 30 Jahre überstehen. Die alte, marode Brücke hatte sogar 35 Jahre auf dem Buckel. „Es wurde jetzt Zeit, das was passiert“, so Dorothee Brüggemann. Zeitig habe sie sich mit der Gemeinde kurz geschlossen und alles notwendige in die Wege geleitet.

„Es ist ein wichtiger Mosaikstein der Gestaltung Nienborgs. Wir als Gemeinde haben natürlich ein Interesse an der Zugänglichkeit der Brücke“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Auch er überzeugte sich über den Fortschritt der Arbeiten vor Ort.

„Wir tun ja hier, was wir können“, so Dorothee Brüggemann.

Das zeige sich auch an der jetzt getätigten Investition. Immerhin gut 2000 Euro muss die Familie Brüggemann selbst in die Hand nehmen. Und natürlich den Gesamtbetrag erst mal vorstrecken.

„Aber genau das tun wir gerne, weil es ein toller Ort Mitten im Herzen Nienborgs ist“, stellt Dorothee Brüggemann klar.

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