Neue Pläne für die erste digitale Bushaltestelle in Heek
Die Zukunft wird verlegt

Heek -

Eigentlich hätte es schon längst digital und dynamisch werden sollen an der Bushaltestelle „Donnerberg“ an der Kreuzung B 70, Von-Galen-Straße und Donnerberg. Der Regionalverkehr Münsterland (RVM) plant dort seit Monaten, eine sogenannte dynamische Fahrgastinformation (DFI-Anzeige) zu installieren. Passiert ist bisher nichts.

Freitag, 28.08.2020, 17:29 Uhr
Statt an der Haltestelle „Donnerberg“ soll die moderne Technik jetzt an der Haltestelle vor dem Rathaus installiert werden.
Statt an der Haltestelle „Donnerberg“ soll die moderne Technik jetzt an der Haltestelle vor dem Rathaus installiert werden. Foto: Markus Gehring

Dafür gibt es jetzt ganz neue Pläne.

Für die Gemeinde Heek wäre eine DFI-Anlage ein Novum. Diese überträgt in Echtzeit die exakte Ankunftszeit eines Busses – als zusätzliche Serviceleistung für die Fahrgäste.

Sieben weitere geplant

In einigen Städten gehören DFI-Anlagen schon zum Standard. Im Kreis Borken gibt es solche Anlagen beispielsweise in Vreden und Borken. Sieben weitere sind laut RVM noch in diesem Jahr im Kreis geplant.

​Eine davon in Heek. Allerdings nicht mehr am ursprünglich ins Auge gefassten Ort. Jetzt soll die DFI-Anlage an der Bushaltestelle unmittelbar vor dem Rathaus installiert werden. Eine Entwicklung, die selbst der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage noch nicht bekannt war. „Die Haltestelle wird von Fahrgästen stärker frequentiert“, erklärt RVM-Pressesprecherin Astrid Herdering die Planänderung. Heißt im Klartext, dass laut RVM am Rathaus mehr Fahrgäste als am „Donnerberg“ von den Vorteilen einer DFI-Anlage profitieren können. Neben der reinen Echtzeit-Information zur Ankunft der einzelnen Linien können mittels einer DFI-Anlage übrigens auch Zusatzinformationen als Lauftext eingespielt werden, die auf besondere Ereignisse oder Störungen hinweisen. ​Trifft ein Fahrgast einmal ein oder zwei Minuten später an der Haltestelle ein, so sieht er direkt, ob seine Linie schon abgefahren ist. „Die RVM will in allen vier Münsterlandkreisen bis Ende dieses Jahres insgesamt 35 DFI-Anlagen in Betrieb nehmen“, sagt Astrid Herdering.

Zusammenspiel erforderlich

Übrigens fördert der Nahverkehr Westfalen-Lippe 90 Prozent der Gesamtkosten, die für die Aufstellung der Anlagen in allen vier Münsterlandkreisen erforderlich sind. Das entspricht laut RVM 977 400 Euro.

Wann genau die DFI-Anlage in Heek in Betrieb geht ist noch unklar oder anders gesagt: Das Zeitfenster bis zur Installation ist groß. „Als Zeithorizont der Inbetriebnahme wird Ende 2020 angestrebt. Allerdings ist hier immer ein Zusammenspiel von mehreren Akteuren erforderlich“, erklärt Astrid Herdering.

Dazu zählen bauliche Belange, der Stromversorger Westnetz und die Datenbereitstellung aller Verkehrsunternehmen, die an der DFI-Anlage partizipieren möchten. „Hakt es hier, kommt es leider zu Verzögerungen“, so die RVM-Pressesprecherin. Das sei auch der Grund, warum die Planung mit einer Installation Anfang des Jahres nicht realisierbar war.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7555417?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F27962%2F
Nachrichten-Ticker