Ausschuss für Bildung und Soziales kommt heute Abend zusammen
Nienborg benötigt mehr Kita-Plätze

Heek/Nienborg -

Vor einer Woche startete der frisch gewählte Rat in die neue Sitzungsperiode, am 11. November steht schon die erste Ausschusssitzung auf dem Stundenplan: Um 18 Uhr beginnt im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung der Ausschuss für Bildung und Soziales.

Dienstag, 10.11.2020, 18:50 Uhr

Der beinhaltet auch Themen, die den Ortsteil Nienborg direkt betreffen. Etwa die Erweiterung eines der beiden Nienborger Kindergärten. Laut Betreuungsbedarfsplanung des Kreises Borken fehlt in den nächsten Jahren eine komplette Gruppe, um die erwartete Zahl der Kinder betreuen zu können. In einer Vorlage stellt die Gemeindeverwaltung fünf Möglichkeiten vor, um diesen Mangel zu beheben: Die Einrichtung eines ganz neuen Kindergartens würde zwar die Trägervielfalt sichern – oder eher starten: bislang tritt in Nienborg nur die Kirchengemeinde als Kita-Träger auf. Allerdings wäre diese Möglichkeit auch die langwierigste, es müssten zunächst ein Grundstück, ein Träger und gegebenenfalls ein Investor gefunden werden.

Gemeinde finanziert nichts

Schneller umzusetzen wäre es, an einem oder beiden Kindergärten eine zusätzliche Gruppe für jeweils 20 Kinder ebenerdig anzubauen, den St. Peter und Paul- Kindergarten im Obergeschoss um eine oder zwei Gruppen zu erweitern oder an einem der beiden Kindergärten einen zweigeschossigen Bereich für insgesamt 40 Kinder anzubauen.

In diesen drei Fällen würde die Kirchengemeinde jedoch die Gemeinde zur Kasse bitten: Das Bistum will keine Erweiterungen seiner Kindertageseinrichtungen mehr finanzieren, sie seien unter bestimmten Voraussetzung nur noch dann genehmigungsfähig, wenn „die Erweiterung und die Unterhaltung für die Kirchengemeinde kostenneutral ist“.

Oder Container

Das heißt im Klartext, dass die Gemeinde den zehnprozentigen Trägeranteil bei der Finanzierung plus möglicher weiterer, über die Höhe der Fördermittel hinausgehende, Baukosten und den Trägeranteil der laufenden Unterhaltung, der aktuell 10,3 Prozent beträgt, für diese Gruppe übernehmen müsste. Bei einem durch die Förderung vorgegebenen Kostenrahmen von 726 000 Euro (für 20 Kinder) wären das 66 000 Euro.

Eine fünfte, ganz kurzfristig umsetzbare Möglichkeit wäre, temporäre Container für die Betreuung aufzustellen. Um die Vor- und Nachteile der Alternativen abzuwägen und mit den Vertretern des Kreises und den Trägern zu besprechen, soll eine temporäre Arbeitsgruppe „Kindergarten“ mit jeweils zwei Vertretern der CDU- und Dinkelbündnis-Fraktion und einem der SPD-Fraktion gebildet werden.

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