Elanko entwickelt einen berührungslosen Fieberscanner weiter
Fiebercheck im Sekundenbruchteil

Heek -

Fieber ist ein mögliches Symptom von Covid-19. Auch erhöhte Temperatur kann bereits Anzeichen einer Infektion sein.

Mittwoch, 18.11.2020, 19:50 Uhr
Die Elanko Medien- und Sicherheitstechnik GmbH aus Heek hat in Zeiten der Corona-Pandemie einen nützlichen Helfer auf den Markt gebracht (auf dem Foto die Version mit Ampelanlage).
Die Elanko Medien- und Sicherheitstechnik GmbH aus Heek hat in Zeiten der Corona-Pandemie einen nützlichen Helfer auf den Markt gebracht (auf dem Foto die Version mit Ampelanlage). Foto: Elanko

Darum wird seit Beginn der Coronakrise beispielsweise in Seniorenheimen oder bei Blutspenden die Temperatur der Besucher mit einem Infrarotthermometer gemessen.

Doch die Handgeräte erfordern Personaleinsatz und die Messung kostet Zeit. Zeit, die nicht immer überall vorhanden ist. Ein Unternehmen aus Heek hat für diese Probleme jetzt eine innovative Lösung entwickelt – zumal mit der Entwicklung noch viel mehr als nur Fiebermessen möglich ist.

​Schlicht und zugleich mit einer gewissen Eleganz kommt sie daher, die Video-stele mit Gesichtserkennung. Alles, was man tun muss, ist sich in einem Abstand von 30 bis 180 Zentimetern vor dem Display zu positionieren.

Wärmebildkamera

Mittels einer Wärmebildkamera wird nach der Gesichtserfassung innerhalb von 0,2 Sekunden angezeigt, ob die Körpertemperatur okay (grün) oder unnormal, sprich zu hoch (rot) ist. Auch, sofern gewünscht,ob eine Maske getragen wird.

Seit mittlerweile acht Wochen ist die innovative Videostele, die im Ursprung eigentlich als Zutrittskontrolle mit Gesichtserkennung vertrieben wird, nun schon in der von Elanko verfeinerten Form auf dem Markt.

„Die Nachfrage ist da und die Kunden kommen aus ganz verschiedenen Bereichen“, berichtet Oliver Wichert , Geschäftsführer bei der Elanko Medien- und Sicherheitstechnik GmbH. „Über unseren Hersteller für Videoüberwachungs- und Zutrittssysteme sind wir auf das Gerät gestoßen. Schnell habe man erkannt, dass dies in Zeiten von Corona mit Verfeinerungen einen Bedarf decken könne. Zwischen 2000 und 2500 Euro kostet ein fix und fertig installiertes Gerät.

Passende Erweiterungen

Durch den Hersteller ist das Gerät für den Einsatz in der Covid19-Pandemie bereits mit einem Wärmebildobjektiv ausgestattet worden. Elanko bietet je nach Kundenwunsch die passenden Erweiterungen dazu an. Signalanzeigen über ein Ampelsystem (grün/rot), Türansteuerungen (elektrische Türen öffnen sich nur bei entsprechender Körpertemperatur und dem Tragen einer Maske) oder die Übertragung der Daten an einen Mitarbeiter am Empfang.

​Durch das kontaktlose Scannen soll zudem möglichen Kreuzinfektionen vorgebeugt werden. „Es muss sich auch niemand Sorgen wegen der Daten machen“, so Oliver Wichert. Die Videostele sei keine „Datensammelkrake“. Das Fieberdisplay sei datenschutzkonform, da keine Bild- oder Personendaten gespeichert werden. Es diene lediglich der Einlasskontrolle.

Eigens eingeflogen

Wie überzeugt das Elanko-Team von dem berührungslosen Fieberdisplay ist, zeigt sich daran, dass alle verfügbaren Stelen des Herstellers geordert wurden und nach Deutschland eingeflogen wurden. „Mit dem Schiff hätte alles zehn oder zwölf Wochen länger gedauert“, so Oliver Wichert. Zeit, die in der Corona-Pandemie mit Blick auf die Verfeinerung der Stele nicht vorhanden war.

60 Systeme habe Elanko derzeit noch auf Lager, berichtet der Geschäftsführer. „Wir haben aber auch schon wieder nachgeordert.“ Großer Pluspunkt der Videostele: Das System ist steckerfertig. Aufstellen, Strom einstecken und schon ist das Gerät einsatzbereit. „Man muss also kein Technik-Experte sein, um damit arbeiten zu können“, erklärt Oliver Wichert.

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