140 000 Euro sind noch offen – Nutzungsvereinbarung erforderlich?
Kunstrasenplatz gibt noch Fragen auf

Heek/Nienborg -

In den Farben getrennt – in der Sache vereint. So lautet das Motto vom SV Heek, RW Nienborg und dem SC Ahle mit Blick auf den großen Wunsch, zwei Naturrasenplätze in zwei Kunstrasenplätze umzuwandeln. Ein erster wichtiger Schritt dafür ist bereits durch die Verwaltung erfolgt. Doch es bleiben noch einige Fragezeichen.

Sonntag, 22.11.2020, 15:58 Uhr aktualisiert: 23.11.2020, 17:20 Uhr
Die Fördermittel für einen Kunstrasenplatz im Dinkelstadion sind beantragt
Die Fördermittel für einen Kunstrasenplatz im Dinkelstadion sind beantragt Foto: Gehring

 

Kommt er wirklich, der erste so sehnlich von den drei Vereinen gewünschte Kunstrasenplatzen in der Dinkelgemeinde? Oder im Idealfall sogar zwei – einer im Dinkel- und einer im Eichenstadion?

​Stehen und fallen wird die Erfüllung dieses Wunsches wohl mit der Genehmigung der Fördergelder aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“. 100 Prozent oder maximal 750 000 Euro beträgt die Förderung bei Tiefbaumaßnahmen in diesem Jahr. Der Antrag wurde von der Gemeindeverwaltung fristgerecht bei der Bezirksregierung eingereicht. Jetzt heißt es abwarten. „Wir gehen von einer Entscheidung der Bezirksregierung bis zum 14. Dezember aus“, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Tourismus. Sollte es im ersten Anlauf keinen Förderzuschlag geben, werde man es im nächsten Jahr erneut versuchen, so der Bauamtsleiter.

Mit Kosten von 890 000 Euro rechnet das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro für den Platz im Dinkelstadion. Die sollen vorsorglich in den Haushalt 2021 eingeplant werden.

Doch selbst wenn die Gemeinde einen Förderzuschlag erhält, ist noch längst nicht alles klar. Denn wer würde die Differenz von rund 140 000 Euro tragen? Die Gemeinde? Die drei Vereine? Oder lässt sich die Summe vielleicht sogar noch nach unten korrigieren?

​Viele offene Fragen, die auch das Dinkelbündnis in Person von Bernhard Holtkamp auf den Plan riefen. „Uns würde interessieren, wo die Mehrkosten auf einmal herkommen. Die Vereine sind doch von 650 000 Euro ausgegangen“, so der Fraktionsvorsitzende.

Die Erklärung der Verwaltung: Die alte Flutlichtanlage soll abgerissen (25 000 Euro) und eine neue errichtet werden (75 000 Euro). Zudem soll der Platz laut Entwurfsskizze hinter den Toren mit Ballfanggittern eingezäunt werden. Dazu soll ein Bereich neben dem Platz gepflastert werden, auf dem die Sportler den Dreck von ihren Schuhen ablaufen können, damit dieser nicht auf den Platz kommt. All das habe das Planungsbüro „dringlich empfohlen“, ließ der Bauamtsleiter wissen.

Mario Strehlow (CDU) regte an, dass die Verwaltung mit den drei Vereinen klären solle, wie das mit der Differenzsumme gelöst werden könne. „Auch halten wir eine Nutzungsvereinbarung bei nur einem Kunstrasenplatz zwischen den drei Vereinen für wichtig.“ Jürgen Lammers stimmte dem zu: „Das müssen und werden wir anpacken. Erst mal brauchen wir jetzt aber die Fördergeldzusage.“ Sollte diese kommen, will die Verwaltung zudem noch ein Konzept mit den Vereinen erarbeiten. Einfach, um abzuklären, welche der vom Planungsbüro ins Spiel gebrachten Maßnahmen absolut oder weniger nötig sind.

Und dann müsse ja auch noch die Zukunft geklärt werden: Etwa alle zwölf Jahre muss ein Kunstrasen ausgetauscht werden – mit Kosten für die Entsorgung des alten und Anschaffung eines neuen Rasens.

Dazu sagte Mario Strehlow (CDU): „Es sollte mit den drei Vereinen ein Konzept entwickelt werden, was im Falle eines notwendigen Austausches ist.“ Einfach, um möglichem Ärger vorzubeugen.

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