„Heiligenkamp“ und „Am Brotkorb“: Flickenteppich soll ausgemerzt werden
Sanierung muss in Heek bald beginnen

Heek -

Man muss nicht lange suchen, um auf den Straßen „Heiligenkamp“ und „Am Brotkorb“ Flicken in den Asphaltdecken zu entdecken. An einigen Stellen haben sich sogar Gras und Flechten breitgemacht.

Dienstag, 05.01.2021, 15:34 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 15:41 Uhr
Mit Fördergeldern sollen die Straßen „Heiligenkamp“ und „Brotkorb“ im kommenden Jahr saniert werden.
Mit Fördergeldern sollen die Straßen „Heiligenkamp“ und „Brotkorb“ im kommenden Jahr saniert werden. Foto: Markus Gehring

Beide Straßen sind in die Jahre gekommen, sie wurden schon in den 1960er-Jahren ausgebaut. Doch es soll sich etwas tun. Und das schon in diesem Jahr. Zumindest wenn alles nach Plan läuft und Fördergelder in Anspruch genommen werden.

Dafür hat die Verwaltung in den vergangenen Monaten bereits die Vorarbeit geleistet. Im Ausschuss für Bauen und Planen wurde über Details gesprochen, der Rat hat alles abgesegnet.

​Die Landesregierung hat zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie und zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Landes ein „Investitionspaket Kommunen“ beschlossen. Darüber informierte die Bezirksregierung Münster die Gemeinde Heek im vergangenen Juli. Teil dieses Pakets ist ein Sonderprogramm „Erhaltungsinvestitionen kommunale Verkehrsinfrastruktur Straßen und Radwege“, das mit 50 Millionen Euro dotiert und bis Ende 2021 befristet ist. Heek stehen etwa 75 000 Euro zu. Der Förderantrag wurde im November gestellt.

Fördergegenstand sind reine Deckensanierungen von Straßen sowie Rad- und Gehwegen in kommunaler Baulast. Die Förderung ist nicht auf verkehrswichtige Straßen beschränkt. Allerdings sind lärmmindernde Fahrbahnbeläge förderfähig. Mit Blick auf die Straßen in der Gemeinde standen im Ausschuss für Bauen Planen mehrere Möglichkeiten für eine Sanierung zur Auswahl.

Die Wahl fiel letztlich auf die Straßen „Heilgenkamp“ und „Am Brotkorb“. Ausschlaggebend dafür war auch, dass die Straßen in unmittelbarer Nähe der Alexander-Hegius-Schule und des St.-Marien-Kindergartens liegen. Beide Straßen werden dementsprechend viel von Kindern genutzt.

Die Länge des Sanierungsbereichs beträgt laut Verwaltung 580 Meter, seine Fläche etwa 4650 Quadratmeter. Die Gesamtkosten werden mit 195 000 Euro beziffert. Da die Fördergelder für die geplante Maßnahme bis Ende dieses Jahres ausgegeben sein müssen, dürften die Sanierungsarbeiten schon bald anlaufen. Ein genauer Zeitplan ist derzeit noch nicht bekannt. Zudem nahm die Verwaltung die Anregung von Birgit Wüsten (DB) mit auf, sich über ein Parkplatzkonzept in der Straße „Am Brotkorb“ Gedanken zu machen. Laut Wüsten soll es in der Vergangenheit zwischen Anwohnern und OGS-Mitarbeitern zu Streitereien um Parkplätze gekommen sein.

Das wies auch die Verwaltung nicht ganz von der Hand. „Es gibt die eine oder andere Beschwerde, das ist aber alles noch im Rahmen“, merkte Bauamtsleiter Herbert Gausling in der jüngsten Ratssitzung an. Und klar ist auch: Mit den Fördergeldern könnte ein Parkplatzkonzept, in welcher Form auch immer, nicht realisiert werden. „Es ist nur eine reine Erhaltungsmaßnahme“, machte dementsprechend auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff klar. „Wenn sich das aber mit minimalem Aufwand erledigen lässt, ist das okay.“ Die Anregung wolle die Verwaltung in jedem Fall mitnehmen.

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