Gärtner erhält die Traumnote 1,1
Der Heeker Nils Alfert ist bester Azubi in NRW

Heek -

Nils Alfert hat 2020 als Jahrgangsbester in Nordrhein-Westfalen seinen Abschluss als Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit der Note 1,1 bestanden.

Gerechnet hat er damit nicht.

Montag, 11.01.2021, 17:31 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 18:04 Uhr
Mit der Bestnote von 1,1 hat Nils Alfert seine Ausbildung zum Gärtner abgeschlossen.
Mit der Bestnote von 1,1 hat Nils Alfert seine Ausbildung zum Gärtner abgeschlossen. Foto: privat

„Ich wollte gerne einen Schnitt von 1,9 erreichen. Hätte aber niemals damit gerechnet, dass ich einen Schnitt von 1,1 kriege“, sagt der Heeker Nils Alfert . „Ich war verdammt überrascht, als ich das Ergebnis gesehen habe, aber auch sehr stolz und glücklich.“

​Als Jugendlicher hat Nils Alfert den Garten von Bekannten sauber gehalten, um neben der Schule sein Taschengeld ein wenig aufzubessern. „Das Wetter hat mir nichts ausgemacht und es hat Spaß gemacht“, sagt der heute 19-Jährige. Als während der Schulzeit dann ein Pflichtpraktikum auf dem Lehrplan stand, hat sich Nils Alfert dazu entschieden, dieses bei einem Gärtner zu absolvieren.

Der Heeker hat das Praktikum bei FB Garten-Architektur in Ahaus absolviert. „Das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Nils Alfert. Nach seinem Realschulabschluss hat er sich dort auf einen Ausbildungsplatz in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau beworben. „Es gab noch sieben andere Mitbewerber“, sagt Nils Alfert. Gegen die konnte er sich durchsetzen und im August 2017 seine dreijährige Ausbildung beginnen.

„Die Ausbildung war echt gut“, sagt Alfert. Die Ahauser Firma arbeitet viel im Privatgarten-Bereich. Dazu gehört beispielsweise auch das Bauen von Schwimmteichen. „Eher das Feine und Noble.“ Die Arbeit sei abwechslungs- und facettenreich. ​Auch Frank Brunsmann , der gemeinsam mit Sven Häming FB Garten-Architektur in Ahaus leitet, war sehr zufrieden mit der Leistung seines Azubis. „Da sprechen die Noten schon ein Stück weit für sich“, sagt Frank Brunsmann. „Eine Zwei oder Drei kann jeder hinkriegen, alles was besser ist, liegt am Auszubildenden.“

Der Geschäftsführer beschreibt Nils Alfert als einen „pfiffigen Kerl“, der stets interessiert und motiviert bei der Arbeit war. „Generell ist Nils auch ein mega Typ. Kommt mit allen gut klar, auch mit den Kunden“, sagt Brunsmann. „Die Resonanz von den Kollegen und Kunden war immer positiv.“

​Nachdem der Heeker seine Abschlussprüfung mit der Bestnote 1,1 abgelegt hat, hatte Nils Alfert die Möglichkeit, sich auf Stipendien zu bewerben. „Das bekommen die, die einen guten Abschluss gemacht haben“, sagte er. Zum 1. Januar hat sein Weiterbildungs-Stipendium begonnen.

Damit bekommt Nils Alfert für die kommenden drei Jahre finanzielle Unterstützung für berufliche Weiterbildungen. „Sie starten mit besten Chancen in Ihre persönliche Zukunft. Dabei bleibt es wichtig, das einmal erworbene Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten und auszubauen“, schreibt Karl Werring, Präsidenten der Landwirtschaftskammer, in einem Gratulationsschreiben an die jahrgangsbesten Prüfungsabsolventen.

​Nach seiner Ausbildung hat Nils Alfert einen Vertrag in seiner Firma bekommen. Jetzt wird er als Geselle eingearbeitet, darf sogar eigene Baustellen leiten. Noch überlegt er, was er mit seinem Stipendium macht. „Vielleicht gehe ich noch einmal ins Ausland“, sagt der 19-Jährige. „In die Schweiz oder die Niederlande vielleicht. Da bin ich aber noch unschlüssig.“

Auch Frank Brunsmann freut sich, dass Nils Alfert noch bei ihm in der Gärtnerei bleibt: „Rundherum war es eine schöne Ausbildung und wir sind froh, dass Nils noch ein bisschen bei uns ist. Er wird sicher seinen Weg gehen. Ihm stehen alle Türen offen.“

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