Kreuzschule schließt Kooperation mit Sofatutor
Neue Plattform bietet mehr Inhalte

Heek -

Es ist ein Kraftakt für Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen – Lernen auf Distanz in Zeiten des Corona-Lockdowns. Nicht alles lief zu Beginn der Woche glatt. Die Lernplattform IServ war aufgrund der Vielzahl der Zugriffe überlastet. In den sozialen Medien wurden teilweise vernichtende Urteile gefällt.

Donnerstag, 14.01.2021, 17:53 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 18:04 Uhr
Die Online-Lernplattform Sofatutor bietet Lehrern und Schülern der Kreuzschule weitergehende Möglichkeiten, auf digitalem Weg Lernstoff zu vermitteln.
Die Online-Lernplattform Sofatutor bietet Lehrern und Schülern der Kreuzschule weitergehende Möglichkeiten, auf digitalem Weg Lernstoff zu vermitteln. Foto: Till Goerke

Auch an der Kreuzschule gab es zunächst kleinere Probleme mit IServ, wie Jürgen Lammers , Fachbereichsleiter in der Gemeindeverwaltung, berichtet. „Am Montag und Dienstag lief es noch etwas ruckelig, seit Mittwoch sieht es gut aus.“ Dem ungeachtet ist die Kreuzschule auf das Thema Homeschooling gut vorbereitet.

​Das hat nicht nur mit der nach dem ersten Lockdown aufgerüsteten SSD-Festplatte des schuleigenen IServ-Servers oder dem Glasfaseranschluss zu tun, sondern auch mit der jüngst eingegangenen Kooperation mit der Online-Lernplattform Sofatutor. Seit Dienstag haben die Schüler und Lehrer kostenlosen Zugriff darauf. Die „geringen Kosten“ für die Testphase bis zum Ende des Schuljahrs trägt die Gemeinde.

Und während IServ eine Plattform ohne eigene Inhalte ist und primär für die Kommunikation – Videokonferenzen und Chats – und das Übermitteln von Aufgaben durch die Lehrkräfte ausgelegt ist, bringt Sofatutor nach eigenen Angaben knapp 11 000 Lernvideos, über 44 000 Übungen und mehr als 38 000 Arbeitsblätter mit.

​An der Kreuzschule werden IServ und Sofatutor kombiniert für das Homeschooling genutzt. „Über IServ können die Lehrer ihren Schülerinnen und Schülern mitteilen, welche Aufgaben sie zum Beispiel auf Sofatutor lösen sollen“, skizziert Jürgen Lammers das Ganze. Gelöste Aufgaben (Arbeitsblätter) gehen dann über IServ zurück an die Lehrer.

Unterteilt nach Klassenstufe und Themen können passende Aufgaben gelöst werden – auch interaktiv am Bildschirm. „Wir denken, es ist eine gute Möglichkeit, die Kinder für das Lernen auf Distanz zu motivieren“, so Lammers.

​Auch Schulleiterin Martina John ist voll des Lobes für die neuen Möglichkeiten. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen müssen, um eine zeitgemäße Bildung umzusetzen.“

Übrigens gab es, so schildert es Jürgen Lammers, vor Abschluss der Kooperation mit „Sofatutor“ eine Testphase mit den Lehrkräften der Kreuzschule. „Die Rückmeldungen waren positiv, darum haben wir es jetzt umgesetzt.“ Und selbst wenn Corona mal Geschichte ist, muss die Sache mit der Kooperation noch längst nicht Geschichte sein.

​Vielmehr sei es denkbar, die Plattform weiter zu nutzen. „Das hängt natürlich von den Rückmeldungen ab“, stellt Lammers klar.

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