Alternatives Wohnen
Planungen für den Wohnpark 55+ in Heek schreiten voran

Heek -

Sowohl von der Verwaltung als auch von der Lokalpolitik wurde umfassende Vorarbeit geleistet. Jetzt wird immer konkreter, was einmal auf dem Bolzplatz an der Kettlerstraße mit einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern passieren soll. „Wohnpark Heek – Alternatives Wohnen 55+ im Grünen“ lautet der Projektname.

Donnerstag, 28.01.2021, 07:44 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 07:50 Uhr
Auf dem Bolzplatz soll ein Wohnpark für Senioren entstehen.
Auf dem Bolzplatz soll ein Wohnpark für Senioren entstehen. Foto: Markus Gehring

Geeignete Flächen für Wohnbebauung sind durch die Naturschutzgebiete an der Dinkel auf der einen und die A 31 auf der anderen Seite nicht unbegrenzt verfügbar. Maßvolle Nachverdichtung ist angesagt. Genau darauf zielt der Wohnpark ab. Dieser soll Vorteile für junge Familien sowie ältere Menschen aus der Gemeinde mit sich bringen.

Denn im Grunde ist es einfach: Junge Familien suchen ein Haus und nicht wenige Häuser im Altbestand mit großem Garten werden nur noch von zwei oder einer Person bewohnt. Der Wohnpark soll älteren Menschen, die sich wohntechnisch verkleinern möchten, eine barrierefreie Wohnalternative bieten.

​Im Gegenzug könnten junge Familien die Häuser im Altbestand kaufen und dies ebenso wie die energetische Sanierung über das Programm „Jung kauft Alt“ gefördert bekommen. Die Planung sieht vor, dass die zwölf Eigentumswohnungen im Wohnpark ausschließlich für Heeker und Nienborger bestimmt sind. Beim Wiederverkauf, so der Plan der Verwaltung, muss der Gemeinde ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden. Damit soll sichergestellt sein, dass die jeweils sechs Wohnungen in zwei Gebäuden selbst genutzt und nicht als Renditeobjekte missbraucht werden. Laut Verwaltung gibt es bereits einige Interessenten.

​Die ausgewählte Fläche wurde bereits als geeignet eingestuft. Das Grundstück ist zudem im Besitz der Gemeinde und die Erschließung gesichert. Allerdings müsste der Bebauungsplan noch geändert werden.

Der bisherige Bolzplatz soll nicht ersatzlos gestrichen sondern an anderer Stelle eingerichtet werden.

Eine fünfköpfige Arbeitsgruppe, bestehend aus Anita Kruthoff, Tobias Neumann (beide Dinkelbündnis), Thomas Söbbing und Susanne Weilinghoff (beide CDU) sowie Matthias Alfert (SPD) soll Quadratmeterpreise für eine schlüsselfertige Fertigstellung des Projekts ermitteln und ein Vermarktungs- und Realisierungskonzept entwickeln. Dass die Angelegenheit dann noch einmal durch die politischen Instanzen gehen wird, liegt auf der Hand. Dementsprechend sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinhghoff in der jüngsten Ratssitzung: „Wir sind noch am Anfang. Es ist aber ein erster vielversprechender Aufschlag.“

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