Serie „Neue Ratsmitglieder“ – Marion Weichert (CDU) kam mit familiären Vorzeichen in die Politik
Neugierig auf die Hintergründe

Heek/Nienborg -

Dass Marion Weichert der CDU nahe steht, ist ihr eigentlich schon in die Wiege gelegt: Ihr Vater Bernhard Homann gehörte lange Zeit für die Union dem Gemeinderat an, bei der jüngsten Kommunalwahl kandidierte er nicht mehr.

Freitag, 29.01.2021, 10:02 Uhr
Marion Weichert ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die gelernte medizinische Fachangestellte arbeitet im Schlaflabor und im Büro des eigenen Familienbetriebs.
Marion Weichert ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die gelernte medizinische Fachangestellte arbeitet im Schlaflabor und im Büro des eigenen Familienbetriebs. Foto: CDU

Und noch etwas haben Vater und Tochter gemeinsam: Bernhard Homann war bis zum vergangenen September Stellvertreter von Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff – Marion Weichert ist es seitdem.

Dabei ist ihre eigene politische Karriere noch relativ kurz: Der „intensive“ Wahlkampf im Jahr 2014 habe sie dazu gebracht, sich in einer Partei zu engagieren. Denn, so hatte sie damals festgestellt: „Man spricht über vieles – und weiß den Hintergrund gar nicht.“ Und genau das wollte sie ändern.

Trotz der familiären Vorzeichen habe sie sich aber erst noch einmal genau im politischen Parteienspektrum umgesehen. „Ich habe mir alles angeguckt – und die CDU liegt mir am nächsten.“ Bei einer einfachen Mitgliedschaft blieb es nicht lange. 2017 wurde die 47-Jährige Sachkundige Bürgerin, 2018 stellvertretende Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands und 2019 Vorsitzende der örtlichen Frauenunion. Und jetzt ist sie eine von zwei Frauen in der CDU-Ratsfraktion.

Ich habe es nie als Nachteil empfunden, als Frau in der CDU zu sein.

Marion Weichert

Die im Wahlkampf geäußerte Kritik einer Männerdominanz in der Gemeinde-CDU teilt sie nicht. „Ich habe es nie als Nachteil empfunden, als Frau in der CDU zu sein“, sagt Marion Weichert und sieht den Grund dafür eher bei den Frauen selbst: „Wir sind zu perfektionistisch und scheuen uns deshalb, in der ersten Reihe zu stehen.“ Auch sie selbst fühle sich wohler, nicht an allervorderster Front zu stehen. „Aber man kann nicht sagen, dass Frauen im Gemeindeverband benachteiligt werden.“ Schließlich sei mit Dr. Susanne Weilinghoff eine Frau dessen Vorsitzende ... Dass mit dem Dinkelbündnis eine dritte Fraktion in den Gemeinderat eingezogen ist, findet sie im Prinzip nicht schlecht. „Bei einigen Sachen ist es gut, dass mal drüber geredet wird“, sei auch sie für Offenheit.

Interesse ist größer geworden

Dadurch habe sich das Interesse der Heeker und Nienborger an der Ortspolitik insgesamt gesteigert: „Ich werde öfter angesprochen.“ Nicht so gut findet sie es, „wenn Sachen einfach in den Raum gestellt“ würden – „Wenn man was wissen will, kann man ja einfach fragen.“

Die Einschränkungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen haben ihren Start in die Gemeindepolitik nicht gerade einfacher gemacht, etwa weil Fraktionssitzungen nicht stattfinden können. „Das ist natürlich alles machbar – aber es ist eben nicht so schön, über Zoom zu konferieren, wie sich persönlich zu treffen.

Und auch ihr Amt als Stellvertreterin des Bürgermeisters konnte sie bislang kaum wahrnehmen. „Ich war im November bei einem 85. Geburtstag – mehr ging leider noch nicht.“

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