Antrag des Gewerbevereins wird heute Abend bei der Ratssitzung eingebracht
Mehr Zuschuss, weniger Steuern

Heek/Nienborg -

50 000 Euro hat die Gemeinde als Unterstützung für die Gewerbetreibenden in Heek und Nienborg bereits angekündigt. „Zu wenig“, sagt der Gewerbeverein Heek-Nienborg und hat deshalb einen Antrag formuliert, der am Mittwochabend (3. Februar) in der Ratssitzung behandelt wird.

Dienstag, 02.02.2021, 18:14 Uhr
Eine Packstation nach Vorbild der DHL-Stationen wünscht sich der Gewerbeverein für jeden Ortsteil. Statt Postsendungen sollen dort dann jedoch zuvor bestellte Waren der örtlichen Händler rund um die Uhr von den Kunden abgeholt werden können.
Eine Packstation nach Vorbild der DHL-Stationen wünscht sich der Gewerbeverein für jeden Ortsteil. Statt Postsendungen sollen dort dann jedoch zuvor bestellte Waren der örtlichen Händler rund um die Uhr von den Kunden abgeholt werden können. Foto: Katrin Jünemann

„Zusätzlich zu den bereits im Haushalt ausgewiesenen Fördermitteln (...) sollen also Wege gefunden werden, die Gewerbetreibenden (...) finanziell zu unterstützen“, heißt es in dem Antrag.

Aufgeführt ist auch gleich einiges, wofür das Geld eingesetzt werden könnte: Die Fortführung der Sondergutscheinaktion, die von der Gemeinde schon im vergangenen Jahr mit 30 000 Euro subventioniert worden ist. Bei der Aktion werden Einkaufsgutscheine mit einem 25-prozentigen Aufschlag auf den Kaufpreis bezuschusst – wer zum Beispiel einen Gutschein für 100 Euro kauft, darf damit für einen Betrag von 125 Euro einkaufen.

Vitrinen und Packstationen

Ein weiterer Wunsch der Gewerbetreibenden sind Vitrinen an der Bahnhofstraße/Ludgeristraße in Heek und der Hauptstraße in Nienborg, in denen sich die örtlichen Betriebe präsentieren können.

Ein ganz spannender Ansatz ist der Aufbau von Abholstationen nach dem Vorbild der DHL-Packstationen. Darin könnten Kunden ihre zuvor online in den örtlichen Geschäften erworbenen Einkäufe rund um die Uhr abholen.

Zusätzliche Punkte, die der Gewerbeverein mit einer gemeindlichen Unterstützung in Angriff nehmen würde, sind eine Intensivierung der Werbemaßnahmen sowie besondere Aktionen wie Tage der offenen Tür oder eine Verlängerung der Öffnungszeiten.

„Es ist für uns also demnach wichtig, dass wir einen Betrag erhalten, den wir nach Bedarf und nach gegebener Situation abfragen und nach den Bedürfnissen verwenden können“, wünschen sich die Mitglieder eine unkomplizierte Bereitstellung der Mittel.

Deutlich mehr als 50 000 Euro

Wie hoch genau diese sein sollten, steht nicht in dem Antrag. Nur: „Dazu reicht aber nicht ein Betrag von 50 000 Euro, dieser Betrag muss deutlich höher ausfallen.“ Der Rat solle sich im Dialog mit der Gemeinde selbst Gedanken über die tatsächliche Höhe machen.

„Diese für keinen vorhersehbaren, gar planbaren Zeiten haben Anlass dazu gegeben, darüber nachzudenken, wie wir für die verschiedenen ausgeübten Gewerbe in der Gemeinde Unterstützung erhalten können, damit ihre zahlreichen Ideen zur Förderung der heimischen Wirtschaft umgesetzt werden können“, begründet der Gewerbeverein den Schritt, sich in dieser Form an den Rat zu wenden.

Die Geschäftsleute betonnen in dem Schrieben an anderer Stelle aber auch: „Wir wollen nicht verzweifelt wirken, sondern stark.“

Beratung in den Fraktionen

Über die Mittel zur Finanzierung ihrer Ideen hinaus hoffen sie auf weiteres Entgegenkommen der Gemeinde: „Es ist uns durchaus bewusst, dass auch wir unseren Beitrag in diesen Zeiten zu leisten haben“, heißt es in dem Antrag. „Aber vielleicht könnte eine Gewerbesteuersenkung in ernsthafte Erwägung gezogen werden.“

Eine Entscheidung über die Unterstützung wird heute wohl noch nicht gefällt – er soll zunächst zur Haushaltsplanberatung an die Fraktionen verwiesen werden.

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