Serie: Die neuen Ratsmitglieder – Christian Schubert, SPD
Nicht nur nörgeln – mitmachen

Nienborg -

Vor 25 Jahren zog es Christian Schubert aus dem quirligen Hamburg ins eher beschauliche Nienborg. Dort schlug er schnell Wurzeln, engagierte sich im Vorstand des Gemeindesportverbands oder in der IG Strönfeld. Seit zwölf Jahren ist er darüber hinaus schon Vorsitzender des Angelvereins Nienborg Dinkel.

Dienstag, 09.02.2021, 09:42 Uhr aktualisiert: 12.02.2021, 13:10 Uhr
Christian Schubert ist 52 Jahre alt und verheiratet. Der Vater von
Christian Schubert ist 52 Jahre alt und verheiratet. Der Vater von Foto: SPD Heek

Zeit und Gelegenheiten genug, die Animositäten und Nickeligkeiten zwischen Nienborgern und Heekern kennzulernen. „Ich weiß noch, wie es vor Jahren nicht möglich war, als Nienborger auf Heeker Gebiet oder als Heeker in Nienborg zu angeln“, erinnert er sich kopfschüttelnd. Dass das heute anders ist, sieht er ein bisschen auch mit als seinen Verdienst an. „Als Zugezogener sehe das ja alles von außen – und ich sehe Nienborg und Heek als eine Gemeinde an.“

Eine Menge erlebt

Durch seine Funktionen im Verein und im Verband hatte er natürlich auch immer mal wieder Kontakt zur Ortspolitik. „Ich fühlte mich das eine oder andere Mal richtig auf den Schlips getreten“, sei der nicht immer positiv gewesen. „In all den Jahren erlebt man eine Menge“, sagt der 52 Jahre alte Bauleiter. „Das hat mich bewegt, in die Politik zu gehen.“ Schließlich dürfe man nicht immer nur nörgeln, sondern müsse auch mitmachen, wenn man etwas ändern will. „Wenn bei uns im Verein jemand jammert, sage ich ihm ja auch: Komm in den Vorstand, dann kannst du was ändern.“

Dass die Wahl auf die SPD fiel, hatte ganz lokale Gründe: „Wir haben damals von der SPD mehr Zuspruch erhalten. Ich hatte immer den Eindruck, dass es bei der CDU danach ginge: Wer ist der? Wo kommt der her?“ Seit dem vorigen Sommer saß er für die Sozialdemokraten als sachkundiger Bürger im Bauausschuss, aus dem gleichen Grund, aus dem er jetzt auch für den Rat kandidierte: „Ich habe mich aufstellen lassen, damit ich die Zukunft gestalten kann.“

Lieber den Blick nach vorne richten

Das geht als Sechs-Personen-Fraktion allerdings nicht ohne Hilfe der CDU oder des Dinkelbündnisses. „Ich finde es gut, dass wir eine dritte Partei im Ort haben“, findet Schubert zwar, schränkt aber auch gleich ein: „Mir schmeckt nicht alles, was diese Gruppierung macht.“

Es bringe nichts, dauernd über Sachen aus der Vergangenheit zu diskutieren. „Ich halte nichts von dem Nachgekarte. Wir müssen dafür sorgen, dass das in den nächsten Jahren anders wird“, will er lieber den Blick nach vorne richten. Als Angler liegt ihm besonders der Zustand der Dinkel am Herzen. Früher habe man an manchen Stellen noch schwimmen können. „Heute werden da nicht mal mehr die Knie nass. Ich würde die Dinkel gerne wieder in Schuss bringen.“

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