Einsatz mit Schneeketten
Lange Nachtschicht im Backup-Einsatz

Heek -

Der Winter hat den Kreis Borken noch immer fest im Griff. Starke Schneefälle haben viele Straßen unpassierbar gemacht. Die kommunalen Bauhöfe haben alle Hände voll zu tun, die Schneemassen zu beseitigen. Ein Szenario, das vor allem für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei Tücken birgt.

Mittwoch, 10.02.2021, 18:18 Uhr
Dank Schneeketten kommt das DRK-Fahrzeug auch auf verschneiten Straßen gut voran.
Dank Schneeketten kommt das DRK-Fahrzeug auch auf verschneiten Straßen gut voran. Foto: DRK

Sie alle müssen im Fall eines Notrufs ausrücken. Schnee hin oder her. Die Fahrt zum Einsatzort kostet im Schnee natürlich mehr Zeit. Und weil die Rettungsmittel im Kreis nunmal begrenzt sind, hilft in dieser Extremsituation auch der DRK-Ortsverein Heek-Nienborg aus, zur Erhöhung des Grundschutzes.

​Seit Sonntag ist der Krankentransportwagen in der Stroot im Auftrag des Kreises von morgens bis abends mit zwei Einsatzkräften besetzt. Verantwortlich ist der Ortsverein dabei für den Nordkreis über Ahaus, Heek und Gronau. Und zu tun hatten die Einsatzkräfte bereits jede Menge. Sogar eine lange Nachtschicht stand schon auf dem Programm.

Backup für die Johanniter

Zu sechs Einsätzen mussten die Kräfte des Ortsvereins am Montag und Dienstag ausrücken.

Neben Krankentransportfahrten stand auch ein sogenannter „zeitkritischer Einsatz“ auf dem Programm: Ein Patient hatte einen Herzinfarkt erlitten und musste schnellstens in ein Krankenhaus gebracht werden. ​„Wir sind hier in Heek quasi ein Backup für die Johanniter, wenn dort gerade kein Rettungsfahrzeug verfügbar ist“, erklärt Lukas Gärtner vom DRK-Ortsverein.

Während es am Sonntag noch ruhig war, war das DRK-Einsatzteam am Montag um 10.30 Uhr zum ersten Mal gefragt. „Mit unseren Schneeketten kommen wir zum Glück super durch das Schneegestöber. Das ist wirklich Gold wert“, so Lukas Gärtner. ​Eigentlich ist das DRK-Zweierteam immer bis etwa 20 Uhr im Einsatz. Doch am Montag wurde daraus eine Nachtschicht.

„Wir hatten eine Krankentransportfahrt nach Münster“, berichtet Lukas Gärtner. Kurz vor Ende der Schicht sei die Meldung reingekommen. Und bei den Straßenverhältnissen habe die Fahrt dann eben ihre Zeit gedauert. Erst um 2 Uhr nachts war das Team zurück in Heek. „Wir helfen gerne, wenn wir gebraucht werden. Dafür sind wir doch auch da“, bringt es Lukas Gärtner auf den Punkt.

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