Stephan Lendring vom Löschzug Nienborg plant den nächsten Lauf für einen guten Zweck
40 Kilometer am Tag in voller Montur

Nienborg -

Er kann es nicht lassen – das Laufen ist einfach seine Passion. Stets für den guten Zweck und immer in voller Montur. Der Zwei-Meter-Hüne Stephan Lendring vom Löschzug Nienborg der Heeker Feuerwehr plant trotz Corona bereits den nächsten Charity-Lauf. Größer, weiter und umfangreicher als je zuvor soll der Marsch im Juni werden.

Freitag, 26.02.2021, 17:39 Uhr
In der vollen, 25 Kilo schweren Montur will sich Stephan Lendring im Juni auf den Weg von Amsterdam nach Berlin machen.
In der vollen, 25 Kilo schweren Montur will sich Stephan Lendring im Juni auf den Weg von Amsterdam nach Berlin machen. Foto: privat

Allein ist der 53-Jährige diesmal nicht unterwegs, 14 Wehrkameraden – zehn Läufer und vier Fahrer – sind nach jetzigem Stand bei dem Lauf namens „Amber 2021“ dabei, 700 Kilometer von Amsterdam nach Berlin. „Mal sehen, vielleicht werden es sogar noch mehr oder jemand schließt sich uns spontan unterwegs an“, sieht Stephan Lendring die Zahl noch nicht in Stein gemeißelt.

​Löschzug Nienborg, Brandweer Twente oder Feuerwehr Gronau – das Team ist bunt gemischt. Das Motto: Laufen gegen den Krebs. „Wir sammeln Spenden für die Kinderkrebshilfe und den sogenannten ‚Feuerwehrkrebs‘“, erklärt Stephan.

Zwei Arten des Sponsorings

Dafür suchen die Läufer wieder möglichst viele Sponsoren. Zwei Arten des Sponsorings sind möglich: Zum einen kann pro gelaufenem Kilometer der Wehrkameraden ein frei gewählter Betrag gespendet werden. Zum anderen ist auch ein Sponsoring mittels Fahne oder Aufkleber auf einem der drei Begleitfahrzeuge möglich – etwa ein Firmenlogo oder ein Slogan. Nur politisch neutral sollte die Sache sein, wie Lendring betont.

​Das Team startet am 6. Juni um 12 Uhr in Amsterdam am Kriegerdenkmal. Die ersten Kilometer werden zusammen gelaufen, dann teilt sich das Team in drei Gruppen auf. Eine läuft weiter, eine fährt mit einem Bulli 40 Kilometer vor, die dritte sogar 80 Kilometer.

Ein Team ist immer unterwegs

So entsteht auf einer festgelegten Strecke ein klassischer Staffellauf, bei dem jedes Team pro Tag 40 Kilometer in voller Montur läuft und die anderen Stunden Regenerationspause hat. Der Clou: Es soll Tag und Nacht gelaufen werden. „Ein Team ist immer aktiv unterwegs“, so Stephan Lendring.

​Genutzt werden sollen die Bullis als Transportfahrzeug, Schlafplatz und Proviantlager. So es Corona zulässt. „Alternativ werden wir getrennt in Zelten schlafen“, sagt der 53-Jährige. Und trotz Pandemie ist er optimistisch, dass alles wie geplant stattfinden kann. „Wir gehen davon aus, dass wir mit Hygienekonzept laufen können. Die Planungen laufen jedenfalls auf Hochtouren.“

Etwas längerer Spaziergang

Und was für einen Lauf-Laien utopisch klingt, ist für Stephan Lendring und seine Wehrkameraden das Normalste der Welt. 40 Kilometer in acht Stunden in voller Feuerwehrmontur mit einem Gewicht von 25 Kilogramm. „Das ist locker zu schaffen. Ein etwas längerer Spaziergang eben“, bringt es der 53-Jährige humorvoll auf den Punkt.

Übrigens ist die Wahl des Start- und Endpunkts natürlich nicht zufällig erfolgt. Das Ganze soll einen Europabezug bekommen, schließlich macht der Krebs ja auch keinen Halt vor Ländergrenzen. In Berlin soll der Lauf derweil symbolträchtig am Brandenburger Tor enden.

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