Tegro beantragt Verlängerung der Abbaurechte um weitere zehn Jahre bis 2034
Das Freizeitziel rückt in die Ferne

Heek -

Den Strönfeldsee als attraktives Naherholungsziel mit Wander-, Bade- und Einkehrmöglichkeiten möchte bestimmt nicht nur Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff gerne noch selbst erleben.

Freitag, 26.03.2021, 07:30 Uhr
Die niederländische Firma Tegro hat einen Antrag beim Kreis Borken gestellt, den Strönfeldsee noch bis 2034 zur Sand- und Kiesgewinnung nutzen zu können.
Die niederländische Firma Tegro hat einen Antrag beim Kreis Borken gestellt, den Strönfeldsee noch bis 2034 zur Sand- und Kiesgewinnung nutzen zu können. Foto: Anna-Lena Haget

Die Chancen dafür stehen aber schlechter: Bereits im Dezember hat die Firma Tegro Sand- und Kiesgewinnung beim Kreis einen Antrag eingereicht, den eigentlich für Ende 2024 geplanten Abbaustopp um zehn Jahre nach hinten zu verschieben – also auf den 31. Dezember 2034. Gleichzeitig soll die Fläche der Abgrabung um vier Hektar im südwestlichen Teil des jetzigen Sees erweitert werden. Alleine die Wasserfläche soll sich von 113 000 auf etwa 150 000 Quadratmeter vergrößern.

Dabei hatte die Gemeinde just zu dem Zeitpunkt, als der Antrag auf die Verlängerung eingereicht wurde, eine Potenzialanalyse ausgeschrieben, um die touristischen Möglichkeiten auszuloten, nachdem der letzte Bagger den See verlassen hat.

Die steht nach wie vor auf der To-do-Liste der Gemeinde, auch wenn der Zeitpunkt, wann sie umgesetzt werden kann, in mittlere bis weite Ferne gerückt ist. Zwar durfte die Gemeinde eine Stellungnahme abgeben, bindend ist die für den Kreis, der als Genehmigungsbehörde auftritt, aber nicht. Grundsätzlich habe die Gemeinde einer Verlängerung der Abbaurechte zugestimmt – aber nur bis zum 31. Dezember 2026, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling. Also nur um zwei weitere Jahre.

Die für die Potenzialanalyse eingeplanten Fördermittel könnten auf jeden Fall abgerufen werden, auch wenn der Beginn der Umsetzung verschoben werden könnte – oder sehr wahrscheinlich verschoben wird. Denn dass es beim 31. Dezember 2024 bleiben wird, ist eher unwahrscheinlich.

Die für die Umwandlung der Abbaustätte in ein Naherholungsgebiet eingeplanten Bereiche wie Liegefläche und Parkplatz sollen aber auf keinen Fall „angebaggert“ werden – das sei mit der niederländischen Firma abgesprochen, sagt der Bauamtsleiter.

Von daher sei das Projekt insgesamt nicht in Gefahr, die Festsetzungen des 2019 beschlossenen Bebauungsplans würden im Antrag zur Verlängerung der Abbaugenehmigung eingehalten.

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