Leuskesweg war Thema im Heeker Bau- und Planungsausschuss
Anwohner haben viele Wünsche

Heek -

Der Leuskesweg wird endausgebaut. Das ist politisch beschlossen. Zwischen Stroot-Kreisverkehr und Einmündung Bleiche/Volmers Kamp sollen noch in diesem Jahr die Baumaschinen anrollen. Dafür müssen die Anlieger tief in die Tasche greifen. Einen Beschluss über die Details des Ausbaus gibt es noch nicht. Aus gutem Grund.

Donnerstag, 15.04.2021, 17:52 Uhr
So könnte der Leuskesweg nach dem Ausbau aussehen.
So könnte der Leuskesweg nach dem Ausbau aussehen. Foto: Planungsbüro Martinko

Die Hiobsbotschaft ereilte die Anlieger des Leuskeswegs schon vor einigen Wochen. Die geplante Baumaßnahme wird nach dem Baugesetzbuch abgerechnet. Das ergab eine fachanwaltliche Prüfung, die die Verwaltung in Auftrag gegeben hatte. 90 Prozent der Kosten gehen zu Lasten der Anwohner.

Aktuell stehen 23 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche im Raum. ​Und wer gedacht hatte, dass in der jüngsten Sondersitzung des Ausschusses für Bauen und Planen, in der auch die Anwohner zu Wort kamen, der Kostenfaktor für die größten Diskussionen sorgen würde, wurde eines Besseren belehrt. Denn hauptsächlich ging es um die Art des geplanten Aufbaus.

Ganz ohne Kritik an den Kosten ging es dann dennoch nicht. „Keiner weiß, wo die Kosten hingehen. Keiner versteht, wie die 23 Euro zustande kommen. Ich glaube nicht, dass jeder dafür das Geld hat“, beschwerte sich ein Anwohner.

Möglich sind auch noch sogenannte Ablöseverträge, die die SPD-Fraktion unlängst ins Spiel gebracht hat: ​Dabei würden sich die Anlieger einen Festpreis sichern, Kostensteigerungen im Nachgang des Ausbaus würden zu Lasten der Gemeinde fallen. Eine Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen.

Der Reihe nach trugen die Anlieger in einer Sitzungsunterbrechung ihre Sorgen, Wünsche und Bedenken mit Blick auf den Ausbau vor. Bordsteinabsenkungen, Bodenschwellen, Baubeginn, Baumbeete oder auch die Art der Pflasterung der geplanten Gehwege wurden thematisiert. Die Ausschussmitglieder erfuhren aus erster Hand, wo der Schuh drückt.

Für die geplanten Regenwassermulden habe sich eine Fördermöglichkeit aufgetan, berichtete der Ausschuss-Vorsitzende Hermann-Josef Schepers ( SPD ). Und das sogar zu 100 Prozent. Dafür müssten aber die (geplanten) Grünflächen erhalten bleiben.

Damit konnten sich offenkundig nicht alle Anwohner anfreunden. „Das werden bestimmt nur Hundeklos“, monierte ein Anlieger. „Das will ich nicht vor meiner Haustür.“

Auch wann es überhaupt losgeht, ist noch nicht klar. Laut Planungsbüro wird das zweite Jahresquartal angepeilt. Zuvor muss neben dem Beschluss aber auch noch die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen.

Bei geschätzt zehn bis zwölf Monaten Bauzeit wird das Thema die Anlieger wohl noch bis mindestens Mitte 2022 begleiten.

Heißt vermutlich auch, dass der Zahlbescheid den Anwohnern wohl erst 2023 in Haus flattert. Als die Frage aufkam, wer die geplanten Grünbeete im Straßenraum denn pflegen soll, brachte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff die Idee ins Spiel, dass dies ja die Anlieger gegen eine kleine Entschädigung seitens der Gemeinde übernehmen könnten. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Für eine kleine Feier reicht das Geld.“

Die Verwaltung wird die Anregungen der Anlieger aufnehmen und schauen, welche in die Planung eingearbeitet werden können. So etwa auch, ob eine Bodenschwelle zur Temporeduzierung bei der Einfahrt in die Kämpensiedlung möglich ist.

Die angesprochenen Fördergelder sollen beantragt werden, versprach Bauamtsleiter Herbert Gausling. Im Juni soll im Bauausschuss ein Beschluss über die exakte Art des Ausbaus gefasst werden.

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