Schöppingen
Bilder eröffnen neue Perspektiven

Donnerstag, 05.07.2007, 18:07 Uhr

Schöppingen . „Die Wohnraumgalerie im St. Antoniushaus feiert in diesem Jahr Jubiläum – wie das Haus selbst, das auf sein 150-jähriges Bestehen zurückblickt. Vor zehn Jahren haben wir mit dem Krefelder Künstler Zbiguier Szendera unsere Ausstellungen begonnen, und wir stellen heute wieder einen Künstler aus Krefeld aus“, stellte Ilona Hickstein am Mittwochabend zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Christof Legde fest. Zahlreich waren Bewohner des Antoniushauses neben interessierten Besuchern erschienen, um die Kunstwerke in Augenschein zu nehmen.

Legdes großformatige Acrylbilder hinterlassen einen starken Eindruck, sie geben den Fluren der Wohngalerie ein völlig neues Gesicht. Reine Farben neben den bevorzugten Primärfarben Blau und Rot sprechen den Betrachter an, ohne Schnörkel, oft flächig aufgetragen. Daneben gibt es Schichten fast transparenten Auftrags, wodurch Farbfelder nuanciert an- und abschwellen. Schwarze Linien, die als Konturen oder als strukturelle Elemente eingesetzt werden, lassen Sicherheit im malerischen Prozess erkennen. Alle Bilder bestechen durch die Klarheit ihrer Konzeption.

„Manchmal brauche ich für ein Bild eine Stunde, es kann aber auch sein, dass der malerische Prozess eine Woche dauert. Später übermale ich möglicherweise das gesamte Bild wieder“, antwortet Christof Legde auf die Frage, wie lange er an einem Bild arbeite. Alle Bilder entstünden unterschiedlich.

Seine Bildideen bezieht der Künstler aus konkreten Situationen. Erlebnisse, aber auch Bilder aus Illustrierten oder Zeitungen inspirieren ihn zu seinen Arbeiten. Dabei geht er den Weg der Abstraktion, sodass der Ausgangspunkt am Ende für den Betrachter nicht unbedingt nachvollziehbar ist. In expressionistischer Manier werden Farben verändert und von der Natürlichkeit entfernt. Farben werden zu Ausdrucksträgern nach dem Willen des Malers.

Für den Betrachter schafft Legde dadurch neue Räume, in denen er sich gedanklich bewegen kann. Er fordert dadurch subtil zur Auseinandersetzung mit seinen Arbeiten auf.

Die Ausstellung von Christof Legde in der Wohngalerie des St.-Antoniushauses ist noch bis Mitte August während der Öffnungszeiten täglich zu sehen.

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