Schöppingen
Einklang von Körper und Geist

Montag, 10.09.2007, 09:09 Uhr

Schöppingen . Einklang von Körper und Geist ist die Voraussetzung, den Pfeil von dem Bogen in das Ziel schnellen zu lassen, Bogenschießen fordert die ganzheitliche Konzentration des Schützen. Dies erfuhren die Schöppinger Jugendlichen zusammen mit Pastoralreferent Ralf Wehrmann , als sie sich im Rahmen der Aktivtage zur Suchtprävention in der Kulturhalle zusammengefunden hatten, um sich in die Kunst des Bogenschießens einführen zu lassen. Man hatte wegen des unbeständigen Wetters das Ganze vom Freigelände am Nikolauskindergarten in die Halle verlegt.

Der Sozialarbeiter und Bogensportlehrer Peter Jöcker lenkte, unterstützt von seinem Sohn Tom, die ersten Schritte der Neuschützen. Er begann mit einem Kreisgespräch, in dem er die Jungen und Mädchen zuerst kennenlernen und von ihnen erfahren wollte, wer in einer oder mehreren Gruppen aktiv sei. Es stellte sich heraus, dass alle in einer sportlichen oder anderen Gruppe aktiv sind, zwei sogar in zwei Gruppen. „Jugendliche, die in Vereinen aktiv sind, sind weniger Drogen gefährdet, weil sie viel machen“, erklärte Jöcker aus seiner persönlichen Erfahrung.

Dann begann der Bogenlehrer das Programm des Aufwärmens, das aus Gehen, Laufen und Lockerungsübungen bestand. Anschließend erfolgte ein Test, in dem die Jungen und Mädchen ihr dominantes Auge ermittelten, was für das Anvisieren des Ziels von Wichtigkeit ist. In Trockenübungen wurde der Ablauf des Bogenschießens simuliert. Dazu musste der richtige Beinstand, die Haltung des Oberkörpers, der Arme und Hände geprobt werden. „Der Bogenschütze verändert seine Position erst dann, wenn der Pfeil das Ziel erreicht hat“, erklärte Peter Jöcker. In der Regel dauere der gesamte Vorgang etwa zehn Sekunden. Mit drei Fingern wird die Sehne bis zum Mund des Schützen gespannt. Dabei entsteht ein Zuggewicht von 7,5 bis 10 kg. Bogenschießen stärke die Rückenmuskulatur, so dass bei Bogenschützen selten Rückenprobleme aufträten, so Jöcker.

Die Teilnehmer konnten danach das Gelernte in der Praxis umsetzen und aus abgemessenem Abstand ihre ersten Schüsse auf die Scheiben versuchen. Die Erfolge waren durchaus bemerkenswert, denn einige Pfeile trafen auf Anhieb ins Zentrum.

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