Schöppingen
Die ersten 50 Schüler sind befragt

Samstag, 21.11.2009, 08:11 Uhr

Schöppingen - Einen weiteren Schritt zu einer nachhaltigen Arbeit hat am Freitag die Verbundschule gemacht. Doktorandin Hanna Järvinen und Studienmitarbeiterin Verena Harpering befragten per Fragebogen am Vormittag sowohl 25 Fünftklässler des Hauptschul- als auch des Realschulzweigs. Die Befragung ist Teil einer Studie der Technischen Universität Dortmund und der Universität Bielefeld. Die Ergebnisse sollen spätestens Ende des Schuljahres vorliegen, hieß es.

Über mehrere Jahre werden dann die Kenntnisse der Schüler in puncto Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Computer kontrolliert. Hinzu kommt ein ebenfalls anonymisiertes Abfragen sozialer Aspekte wie Herkunft und Interessen, aber auch Unterrichtsstile der Lehrer.

„Wir wollen eine objektive Rückmeldung von außen“, sagte Schulleiter Hubertus Drude . Und dazu sei die Studie, an der 50 Schulen in Nordrhein-Westfalen teilnehmen, sehr hilfreich.

Als Ergebnisse bekommt die Verbundschule unter anderem ihren Leistungsstand im Verhältnis zu anderen Schulen dargestellt. „Es handelt sich um eine Längsschnittstudie, die dieselben Klassen über mehrere Jahre begleitet“, erklärt Projektleiter Tobias Stubbe. So könne die Entwicklung gut verfolgt werden. Im kommenden Jahr sollen auch Eltern, Lehrer und Schulleiter mit einbezogen werden.

Doch bei der Theorie soll es nicht bleiben. Derzeit arbeitet die Verbundschule unter Federführung von Lehrerin Tanja Deinl an einer schulischen Vernetzung. Mit der Realschule Hopsten und der Kreuzschule Heek hat es bereits ein erstes Treffen gegeben. Die nächste Sitzung findet am 9. Dezember statt. „Dann werden wir Einzelheiten besprechen“, so Leiterin Hanna Järvinen.

Zu einem Ergebnis ist die Gruppe schon gekommen: Es werden gemeinsame Fortbildungen abgehalten. Dabei wollen die Initiatoren darauf achten, dass vor allem an den Schwächen der Lehrer gearbeitet wird. Es sei nicht das Ziel, dass Lehrer nur ihre Stärken stärken, sondern sich auch mit eigenen Schwächen auseinandersetzen. „Wir sind alle nur Menschen“, betonte Schulleiter Hubertus Drude.

Die im Vergleich zu anderen Schulen stehenden Schüler­Leistungen könnten ein Indiz für die Qualität des Unterrichts sein, sodass sich der Kreis zwischen theoretischer Befragung und praktischem Nutzen für die Schüler schließt.

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