Schöppingen
Schuldenabbau: Schöppingen kreisweit Spitze

Donnerstag, 17.03.2011, 18:03 Uhr

Schöppingen - Die Gemeinde Schöppingen hat im vergangenen Jahrzehnt so viele Schulden abgebaut wie kreisweit keine andere Kommune. Betrug der Schuldenstand pro Einwohner (inklusive Eigenbetriebe ) Ende 1999 noch rund 1020 Euro, so hatte sich dieser Wert eine Dekade später auf gut 480 Euro mehr als halbiert. Das geht aus der jetzt vom Kreis Borken veröffentlichten Statistik „Gemeindestrukturdaten 2011“ auf Basis von Daten des Landesamtes Information und Technik NRW hervor.

Die Statistik zeigt zudem, dass Schöppingen mit dieser Leistung durchaus allein auf weiter Flur steht: Lediglich die Kreisstadt Borken schaffte im gleichen Zeitraum einen ähnlich starken Schuldenabbau (rund 500 Euro/Einwohner). Spitzenreiter im Schuldenmachen ist kreisweit die Stadt Gronau: Um stolze 916 Euro hat sich die kommunale Schuldenlast pro Einwohner - vom Baby bis zum Greis - erhöht. Im Durchschnitt haben die Städte und Gemeinden im Kreis Borken in den vergangenen zehn Jahren jedem ihrer Bürger rund 108 Euro an zusätzlicher Last aufgebürdet. Dabei steht der Kreis Borken im Landesvergleich noch recht gut da: Betrachtet man alle Kommunen in NRW, so erhöhte sich die Schuldenlast von 1999 bis 2009 um 202 Euro pro Einwohner.

Trotz der intensiven, über Jahre hinweg trotz großer Investitionen in die Infrastruktur eisern verfolgten Sparbemühungen hat Schöppingen den Schuldenstand von Anfang der 1990er-Jahre noch nicht ganz wieder erreicht. 1990 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung rund 440 Euro. Bis Mitte des Jahrzehnts war sie sprunghaft bis auf die genannten 1020 Euro angestiegen.

Inwieweit ein weiterer Schuldenabbau möglich sein wird, ist seit der Ankündigung der rot-grünen Landesregierung, die Schlüsselzuweisungen stark kürzen zu wollen, fraglich geworden. Während in den vergangenen Jahren Rücklagen gebildet werden konnten, muss die Gemeinde infolgedessen in diesem Jahr eine Entnahme aus der Rücklage vornehmen, um das sich auftuende Haushaltsloch in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro auszugleichen (WN berichteten).

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