Schöppingen
Kontaktpflege mit dem Fahrrad

Donnerstag, 28.07.2011, 17:07 Uhr

Schöppingen - Zwei Schöppingen-Fähnchen stehen auf dem Tisch in der Kolpinghütte am Schöppinger Berg . Daneben sind Tassen und Teller gedeckt. Es ist schön angerichtet für die kleine Radlergruppe. Wieder einmal erweist sich die Gemeindeverwaltung als guter Gastgeber. Dieses Mal erkunden Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster bei ihrer Sommerrunde das Vechtestädtchen.

Schon vor der rund zweieinhalbstündigen Tour wird das gute Verhältnis zwischen den Beteiligten deutlich. „Wir haben nichts zu meckern“, lobt Bürgermeister Josef Niehoff die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. Der Kontakt sei hervorragend. Beide Seiten versuchten, die ländlichen Interessen zu verteidigen.

„Für mich ist es wichtig, dass der Kontakt hält“, sagt der Heeker Kai Zwicker. Grundsätzlich gebe es einen kurzen Dienstweg. Schöppingen sieht er als Brennglas der momentanen Entwicklung in der Landwirtschaft, mit der Tendenz zu immer größeren Ställen. „Die Landwirtschaft ist hier ein enorm wichtiger Bereich, den wir möglichst konfliktfrei gestalten wollen.“ In 95 Prozent der Fälle gelinge das auch.

Probleme hat Zwicker vor allem bei der Schweine- und Hähnchen-Haltung ausgemacht. Er sehe die Entwicklung, dass die neuen Anlagen isoliert gebaut würden. „Unsere Bestrebungen sind, die Hofanlagen als kompakte Einheit zu erhalten.“ Heißt: Eine Entwicklung in Nähe der bestehenden Höfe ja, Neubauten weitab der gewachsenen Strukturen nein. So sehen es auch Bürgermeister Josef Niehoff und der Gemeinderat. Den Schöppinger Berg wollen sie von großen Anlagen freihalten. „Das ist die größte zusammenhängende landwirtschaftliche Fläche Nordrhein-Westfalens“, sagt Niehoff stolz.

Bei der Tour stoppen die Teilnehmer auch an der Verbundschule. „Derzeit haben wir 495 Schüler, vor drei Jahren waren es noch unter 200“, erzählt der Bürgermeister, während sich die Gäste den neuen rot leuchtenden Gebäudekomplex ansehen. Im nächsten Jahr sollen vielleicht noch drei Container dazukommen, so Niehoff. Der Bürgermeister lobt die Arbeit von Schulleiter Hubertus Drude, der versuche, die Kinder möglichst oft zum gymnasialen Zweig nach Horstmar zu schicken.

Vor der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) biegt die gut zehnköpfige Gruppe, zu der sich auch einige Lokalpolitiker gesellt haben, ohne Halt in einen Feldweg ein. Zwicker hatte schon zuvor klar gemacht, dass die ZUE nicht vom Kreis verantwortet werde.

Nach einigen Hundert Metern hält die Gruppe an und genießt den Ausblick. Die großen Schöppinger Betriebe sind zu erkennen, dazu die zahlreichen Windräder in der Umgebung. Während Niehoff und Zwicker über die konjunkturelle Entwicklung Schöppingens miteinander plaudern, kommen auch die Nachzügler an. Josef Niehoff hatte eine Tour mit Bergwertung angedroht.

Nach der Kolpinghütte geht´s bergab. Am alten Brauckmann-Gebäude, dem künftigen Firmensitz der Shopware AG, und an der Biogasanlage steigen die Teilnehmer vom Fahrrad. Josef Niehoff erläutert den Gästen die derzeitige Entwicklung. Anschließend fährt die Gruppe ins Restaurant Winter nach Eggerode. - Allerdings ohne Sprintwertung auf der nun ebenen Strecke.

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