30 Kilometer lange Kunstroute
Sanfter Kultur-Tourismus

Schöppingen -

Die Kunstroute. Sie ist ein Projekt, das die Tourismus-Bedeutung von Radfahrern für den Ort hervorhebt. Am Sonntag wurde sie mit einer rund 30 Kilometer langen Tour offiziell eröffnet.

Montag, 03.06.2013, 09:06 Uhr

Initiiert wurde die Kunstroute von der Initiative Schöppingen , finanziell gefördert zu einem guten Stück vom Leader-Projekt der Europäischen Union .

16 Kunstwerke in und um Schöppingen werden miteinander verbunden. 160 grüne Schilder mit weißer Schrift sorgen dafür, dass sich niemand verfährt. Eine Tour, die sich auch landschaftlich lohnt. Schöppingen, das Künstlerdorf – die neue Route rückt diese zentrale Botschaft für jeden offensichtlich in den Fokus.

„Die Route ist ein Tourismus-Projekt“, sagt Rüdiger Sasse von der Initiative. Die Gemeinde verfüge über eine hohe Bettenkapazität im Gegensatz zu vielen umliegenden Kommunen. Besucher könnten mit der Route einen erlebnisreichen Tag in der Vechtegemeinde verbringen. Sasse bezeichnet die Kunstroute als einen sanften Tourismus. Für Außenstehende sei das renommierte Künstlerdorf nicht erlebbar, die neue 30 Kilometer-Tour brächte dagegen den Gästen aber Kunst näher.

Und das in sehr vielfältiger Form. Zunächst einmal in traditioneller Weise. So liegen das Alte Rathaus, die St.-Brictius-Kirche und die Eggeroder Kirche St. Mariä Geburt an der Route. Der große Schutzengel auf dem Schöppinger Berg ist zwar wohl den meisten bekannt, doch seine Herkunft und Bedeutung sind zuweilen in Vergessenheit geraten. Seit 1913 wacht der Engel über Schöppingen und wurde zu Ehren des goldenen Ortsjubiläums des damaligen Pfarrer Georg Bruns mithilfe von Spendengeldern der Schöppinger von der Kirchengemeinde aufgestellt. Auch solches erfährt der Radler unterwegs.

Neben historischen Werken sind auch Objekte von Künstlern der vergangenen Jahre mit in den Rundkurs eingebaut worden. Wie zum Beispiel „die Ausgrabung der Zeit“ von Piotr Sonnewend aus dem Jahr 1994. Seit den Baumfällarbeiten vor dem St.-Antonius-Haus ist das Werk aus plastisch modelliertem Beton wieder gut zu sehen. Der Betrachter verbindet mit dem Werk eine überdimensionale Sanduhr. Die Zeit als Symbol der Menschheit, der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft hinterlässt Spuren und weist auf Ungewisses hin.

An jedem der 16 Kunstwerke steht eine Infotafel. Dort werden die Werke erläutert. Wer mehr erfahren möchte und ein QR-Code- taugliches Handy hat, der kann mit einem Klick ausführlichere Erklärungen herhalten.

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