Jugendfeuerwehr
Großer Zusammenhalt

Schöppingen -

Heike Stening und Marie Mensing grübeln. Die beiden Mädchen sitzen im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses und überlegen. Was gefällt ihnen bei der Jugendfeuerwehr am besten? Nach einer kurzen Zeit bricht Marie Mensing die Stille: „Eigentlich alles.“ Heike Stening nickt zustimmend. Deshalb hatten die beiden einige Sekunden benötigt, um eine Antwort zu finden: Was hervorheben, wenn alles Spaß macht?

Dienstag, 07.01.2014, 08:01 Uhr

Eines ist der 14-jährigen Heike Stening und der 13-jährigen Marie Mensing doch besonders wichtig: die Teamarbeit, der Zusammenhalt bei der Jugendfeuerwehr. Zwölf Jungen und die beiden Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren bilden die Gruppe. Neulinge sind jederzeit willkommen. „Im Frühjahr werden wir wieder werben“, sagt Mario Hnida, einer von zwölf Ehrenamtlichen, die sich um den Feuerwehr-Nachwuchs kümmern.

Die jetzige Gruppe besteht seit März vergangenen Jahres. Seitdem sind Marie Mensing und Heike Stening auch dabei, genauso wie die Jungs. Keiner hat die Gruppe verlassen. Ein gutes Zeichen, dass die Chemie stimmt. Von Anfang an haben die Jungen die beiden Mädchen als gleichwertige Teammitglieder gesehen. Altersbedingte verbale Rüpeleien– Fehlanzeige.

„Schön ist, wenn man sieht, dass alle das gleiche wollen und dann auch erreichen“, erzählt Marie Mensing. Die Gruppe zählt. Darauf wird auch mittwochs von 18 bis 20 Uhr bei den wöchentlichen Dienstabenden viel Wert gelegt. Die Gruppe läuft so gut, dass sie sich sogar jede Woche trifft. „ Gronau und wir sind die beiden einzigen Jugendfeuerwehr im Kreis, die das machen. Üblich ist ein zweiwöchiger Rhythmus“, sagt Mario Hnida.

Den ersten Lohn für ihre Mühen haben sie jetzt eingefahren: die 1. Jugendflamme. In der Prüfung, die von Manfred Marpert abgenommen wurde, mussten die Jugendlichen ihr Wissen in verschiedenen Bereichen beweisen. So wurden unter anderem Details abgefragt zur Schlauchkunde, über Strahlrohre, Knoten und Stiche, das korrekte Absetzen eines Notrufs und das Anschließen des Schlauchs am Hydranten.

Nach der dritten Jugendflamme und mit 18 Jahren steht die Aufnahme in die aktive Wehr an. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück. „Aber die bisherige Zeit hat mich bestärkt in meinem Wunsch, bei der Feuerwehr mitzumachen“, freut sich Marie Mensing schon auf künftige Aufgaben.

Wie Heike Stening ist auch die 13-Jährige über ein Familienmitglied zur Feuerwehr gekommen. Bei Heike Stening ist es ihr Bruder Christoph, der Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, bei Marie Mensing ihr Vater Ralf. Ihre Freundinnen haben nur verwundert darauf reagiert, dass sie bei der Wehr mitmachen. „Das ist doch viel zu schwer und eher was für Männer“, erzählt Heike Stening, was die Freundinnen davon hielten. Die 13-Jährige schmunzelt: „Babysitten ist teilweise auch anstrengend.“

Anstrengend könnte auch das Wochenende im April werden. Dann begibt sich die Jugendfeuerwehr gemeinsam mit dem Jugendorchester auf eine Wochenend-Tour. Das Ziel ist eine Überraschung. Wieder eine Aktion, die den Zusammenhalt stärkt. Heike Stening und Marie Mensing sind dabei. Die Antwort kommt sofort, da müssen sie nicht lange nachdenken.

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