Katharina Möller
Mit Milka aufs Land

Schöppingen -

Stürmisch begrüßt die junge Hündin den Besuch von der Zeitung. „Das ist Milka“, stellt Katharina Möller ihren lebhaften Vierbeiner vor. Milka – wie die Schokolade? „Auch“, bestätigt die 26-Jährige, „aber es ist zudem ein biblischer Name.“

Samstag, 19.04.2014, 12:04 Uhr

Eine Schwägerin Abrahams im Alten Testament heiße zum Beispiel so. Ihr Freund, ein Religionspädagoge, und sie hätten bewusst nach einem solchen Namen gesucht. „Und man kann ja einen Hund nicht Elisabeth nennen“, sagt sie lachend.

Katharina Möller ist die neue Pastoralassistentin in St. Brictius . Knapp zweieinhalb Jahre wird sie in der Pfarrgemeinde an der Vechte tätig sein. Und da ist sie gerade erst angekommen: Seit gut einer Woche wohnt sie auf dem Ramsberg, seit wenigen Tagen ist sie als Bürgerin von Schöppingen gemeldet. Ihr erster Eindruck von der Gemeinde ist überaus positiv: „Die Menschen sind sehr herzlich und freundlich.“ Auf dem Frühlingsfest zum Beispiel sei sie sehr häufig angesprochen worden – von Gemeindemitgliedern, die sie nach der Vorstellung in den Gottesdiensten wiedererkannt haben. „Das passiert in der Stadt nicht so häufig“, sagt sie.

Denn dort kommt sie her: Aufgewachsen ist Katharina Möller in Münster. In ihrer Jugend engagierte sie sich in der Kirchengemeinde, half bei der Firmvorbereitung oder betreute Ferienfreizeiten. „Es macht mir Spaß, mit Menschen im Austausch zu sein und Gespräche über den Glauben zu führen“, sagt sie. Ein Grund, warum sie beschloss, Pastoralreferentin zu werden.

Der erste Schritt auf dem Weg dorthin war ein Studium der Religionspädagogik, das die junge Frau in Paderborn absolvierte. Danach begann sie die dreijährige Ausbildung – ihre Assistenzzeit. Sie startete im vergangenen Sommer zunächst in Ibbenbüren, wo sie an einer Realschule Religion unterrichtete. Im Mai muss sie in diesem Bereich zwar noch eine Examensprüfung ablegen, aber schon jetzt ist sie vor Ort in Schöppingen, wo sie den weiteren Teil ihrer Ausbildung absolviert. Als Mentorin steht ihr dabei Pastoralreferentin Alexandra Damhus zur Seite.

Sie habe sich die Gemeinde nicht aussuchen können, hatte sich aber einen Ort mit dörflicher Struktur gewünscht, berichtet Katharina Möllers. Als sie Anfang des Jahres erfahren habe, dass sie nach Schöppingen komme, habe sie erst einmal im Internet nachschauen müssen, wo genau der Ort liegt. Nun wohnt sie seit ein paar Tagen auf dem Land – und das gefällt ihr bisher ziemlich gut.

In der Pfarrgemeinde wird Katharina Möller sich voraussichtlich besonders um den Bereich der Jugend kümmern. Wie sich ihre Arbeit genau gestalten wird, steht noch nicht fest. „Aber als Auszubildende möchte ich ganz viel ausprobieren und auf diese Weise Erfahrungen sammeln.“ Sie hofft, dass die Mitglieder der Pfarrgemeinde sie ansprechen, wenn sie Probleme, Wünsche oder Anregungen haben – „wenn man zum Beispiel gemeinsam etwas auf die Beine stellen möchte“. Aber da sei sie ganz zuversichtlich, sagt sie. „Wenn die Menschen ihre Offenheit und Herzlichkeit behalten, wird das schon klappen.“

► Katharina Möller hat noch keine dienstliche E-Mailadresse und keinen Telefonanschluss. Ihre Kontaktdaten werden aber – sobald vorhanden – auf der Seite der Pfarrgemeinde veröffentlicht, so die Pastoralassistentin.

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