Resümee zum Bluesfestival
„Das Konzept ist aufgegangen“

Schöppingen -

Jetzt erst einmal durchatmen. Hinter Richard Hölscher liegt ein ziemlich anstrengendes Wochenende. Als Hauptorganisator des Bluesfestivals war er praktisch im Dauereinsatz. Aber: „Es war einfach nur klasse“, zeigt er sich am Dienstag rundum zufrieden.

Mittwoch, 27.05.2015, 08:05 Uhr

Richard Hölscher, verantwortlich für das Programm des Bluesfestivals, im Gespräch mit Cellistin Julia Palmer-Price.
Richard Hölscher, verantwortlich für das Programm des Bluesfestivals, im Gespräch mit Cellistin Julia Palmer-Price. Foto: Anne Alichmann

Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Crossover“ – viele Künstler waren tief in den Grenzregionen des Blues unterwegs. Da gab es Elemente aus Country, Rock, Indie oder sogar traditionelle afrikanische Musik. Ein Konzept, „das voll aufgegangen ist“, findet Richard Hölscher . „Klar findet nicht jeder einzelne jede Band gut. Aber im Großen und Ganzen hat das schon hingehauen.“

Auch von den Künstlern seien die Rückmeldungen durchweg positiv gewesen, so Hölscher weiter. „ Eddie Cotton sagte zu mir: Ihr sorgt dafür, dass es uns gut geht, also sorgen wir dafür, dass es euch gut geht. Ein Geben und Nehmen. Das ist nicht überall so.“ Auch Genevieve Chadwick aus Australien sei total begeistert gewesen. „Vielleicht kommt sie noch einmal wieder.“

Verlässliche Besucherzahlen gebe es indes noch nicht, berichtet Richard Hölscher weiter. Er schätzt aber, dass um die 1200 Leute auf dem Festivalgelände waren. Die Zuschauer seien in diesem Jahr wieder einmal nicht nur aus Deutschland , sondern auch aus den Niederlanden, der Schweiz, aus Belgien, England oder Irland gekommen. Auch seien viele junge Leute dabei gewesen, was den Organisator besonders freut: „Das war ja auch Teil unseres Konzepts: Mit ‚Crossover‘ die Jüngeren anzulocken.“

Bestens funktioniert habe in diesem Jahr auch wieder die Zusammenarbeit bei der Organisation des Festivals, lobt Richard Hölscher. Der Bauhof der Gemeinde, der Angelsportverein, die Pfadfinder, die Malteser, der Motorradclub: „Alle haben so toll mit angepackt“, sagt Hölscher – der auch seine Kollegen vom Kulturring lobt.

Während nun die 24. Ausgabe des Festivals noch gar nicht ganz abgeschlossen ist, laufen übrigens schon die Planungen für das nächste Jahr. Da feiert das Bluesfestival nämlich Geburtstag: 25 Jahre alt wird die von Ehrenamtlichen organisierte Veranstaltung. So viel kann Richard Hölscher schon verraten: „Wir planen, daraus eine Drei-Tage-Sache zu machen.“ Ein „Best Of“ soll es aber wohl nicht geben. „Wir wollen unserem Konzept treu bleiben und den Leuten etwas Neues bieten.“ Das ein oder andere Wiedersehen mit bekannten Künstlern aus den vergangenen 25 Jahren sei aber nicht ausgeschlossen.

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