Kubb-WM in Schweden
Eine knappe Kiste

Schöppingen -

Mit dem Team „Astra la Vista“ ist der Schöppinger Daniel Mol am vergangenen Wochenende zur Weltmeisterschaft im Kubb nach Schweden gefahren. Auf der Insel Gotland erkämpfte sich die Mannschaft einen beachtlichen Platz 20 von 158. WN-Redakteurin Anne Alichmann sprach mit Daniel Mol über seine erste Teilnahme an dem großen Wikingerschach-Turnier.

Mittwoch, 05.08.2015, 07:08 Uhr

Glückwunsch zu dieser Leistung! Wie sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Daniel Mol : Wenn man betrachtet, dass es für drei von sechs Teammitgliedern – auch für mich – die erste Teilnahme war, kann man mit einer Top-20-Platzierung sehr zufrieden sein.

Am Freitag ging es zunächst einmal darum, sich für die Hauptrunde am Samstag zu qualifizieren. Wie lief es?

Mol: Wir haben vier Gruppenspiele mit 2:0 beendet, ohne Anstalten zu machen, zu verlieren – dabei waren da zwei recht schwere Gegner dabei. Das hat schon Spaß gemacht.

. . . und sicherlich Selbstbewusstsein für den zweiten Tag, den Samstag, gegeben.

Mol: Ja! Ich bin aufgestanden und habe gedacht: Heute ist mein Tag! Wir sind zum Spielfeld gefahren und ich habe mich etwas warm geworfen – und dann mache ich auf dem WM-Rasen mal eben das perfekte Spiel! Ich dachte: Wow, das läuft ja! Aber dann treten wir zum ersten Spiel an, und was passiert? Ich haue auf acht Metern keinen einzigen Kubb weg! (lacht) So kann das dann gehen. Da war die Anspannung vielleicht doch etwas groß. Wir wollten ja unbedingt weiterkommen.

Das Spiel haben Sie trotzdem gewonnen.

Mol: Die ersten zwei Gegner hatten wir im Griff. Aber dann kam das Team „ Ingen “ aus Schweden , gegen das wir 2:1 verloren haben. Das war eine ganz knapp Sache, wir haben uns echt geärgert. Den ersten Satz haben die Gegner gewonnen, dann haben wir uns wieder herangepirscht, aber der letzte Satz ging wieder an „Ingen“.

Woran hat‘s gelegen?

Mol: Das ist schwer zu sagen – bei so einer engen Kiste sind es oft Kleinigkeiten. Aber: Der Rasen war sehr speziell, sehr hart. Es hatte auf Gotland lange nicht geregnet und der Boden war stark ausgetrocknet. Das war besonders für das Einwerfen schwierig, weil sich auf einer Seite des Spielfeldes eine Kuhle gebildet hatte. Wir haben dann leider den Fehler gemacht, dass wir uns bei der Wahl der Feldseite für die strategisch ungünstigere entschieden haben.

Die Chance auf den WM-Titel war damit vertan, aber das Turnier ja noch längst nicht zu Ende.

Mol: Wir haben dann in der „Lilla-WM“ gespielt, da ging es um die Plätze 17 bis 32. Im Halbfinale trafen wir auf den Weltmeister des vergangenen Jahres. Da haben wir knapp verloren, das war eine enge Partie, nicht so eindeutig, wie ich gedacht hatte. Mit Platz 20 am Ende brauchen wir uns nicht zu verstecken.

Sie treten normalerweise mit den „Woodsnipers“ aus Schöppingen bei Turnieren an, das Team „Astra la Vista“ hat noch nicht so häufig zusammen gespielt . . .

Mol: Ja, aber es hat super gepasst und war sehr harmonisch. Wir haben schon nach kurzer Zeit herausgefunden, wie das Team funktioniert: Welcher Wurf ist für wen? Wer kann was besonders gut? Wir hatten ein gutes Gespür für einander.

Wie war insgesamt die Atmosphäre beim Turnier?

Mol: Klasse. Es kam einem gar nicht so besonders groß vor – die 158 Mannschaften haben sich gut verteilt. Das Turnier war top organisiert. Alles lief stressfrei ab und war genau so, wie ich es von Wettbewerben in Holland kenne. Die Stimmung war echt super.

Wird es für Sie eine zweite WM-Teilnahme geben?

Mol: Das ist mit Sicherheit nicht meine letzte Weltmeisterschaft gewesen – und sehr wahrscheinlich werden beim nächsten Mal auch mehr „Woodsnipers“ dabei sein. Durch unsere gute Platzierung in diesem Jahr wären wir für den Finaltag 2016 ja schon qualifiziert . . .

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Die „Woodsnipers“ laden am kommenden Wochenende zu einem lokalen Turnier im Vechtestadion ein. Auch Anfänger-Teams sind willkommen. Los geht es am Sonntag ab 10 Uhr. Weitere Informationen unter www.woodsnipers.de.

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