Windkraftkunst
3600 Euro für Windkraftkunst

Schöppingen -

Fast 3600 Euro haben die Schüler des Pictorius-Berufskollegs per „Crowd­funding“ für ihr Projekt „Windkraftkunst im Kornfeld“ gesammelt. Redakteurin Anne Alichmann hat mit Lehrer Herbert Thesing aus Schöppingen über den Stand der Dinge gesprochen.

Freitag, 21.08.2015, 16:08 Uhr

Es soll rundgehen auf dem Ramsberg: Auf einem Acker wollen Schüler des Coesfelder Pictorius-Berufskollegs einen Park mit Mikro-Windanlagen errichten (WN berichteten). Auch andere Interessierte können sich beteiligen – sie erhalten dann einen eigens entwickelten Lernkoffer zum Thema Windenergie. Um das Projekt finanziell zu stemmen, haben die Coesfelder Schüler im Internet um Unterstützung gebeten. Fast 3600 Euro haben sie per „ Crowd­funding “ gesammelt. Redakteurin Anne Alichmann hat mit Lehrer Herbert Thesing aus Schöppingen über den Stand der Dinge gesprochen.

Eine stolze Summe ist für Ihr Projekt zusammengekommen. Glückwunsch zu diesem Erfolg! Wie geht es nun weiter?

Herbert Thesing: Zurzeit werden die Tauschgüter (wer gespendet hat, erhält im Gegenzug ein Geschenk, Anmerkung der Redaktion ) und Dankeskarten an alle Unterstützer versandfertig gemacht. Zudem bauen die Schüler der Höheren Berufsfachschule Holz und Bautechnik die Einzelteile der Lernkoffer zusammen und bestücken sie mit Bausätzen unterschiedlicher Rotoren. Der Lernkoffer steht Ende Oktober den teilnehmenden Schulen für das Projekt „ Windkraftkunst im Kornfeld“ zur Verfügung. Des Weiteren hat die Energieagentur unser Vorhaben mit 20 Büchern zu „Wind bewegt“ von Günther Hacker gefördert. Dieses Buch befindet sich ebenfalls im Lernkoffer. Es bietet für alle Lehrenden interessante Anregungen für den Unterricht zu unserem Projekt.

Wofür wird das gesammelte Geld nun eingesetzt?

Thesing: Acht Prozent gehen an die Plattform „Ecocrowd“, deren Mitarbeiter bei der Umsetzung des Crowd­fundings eine große Hilfe waren. Zwei Prozent sind für den Zahlungsverkehr vorgesehen. Danach wird ein Teil für die Finanzierung der Tauschgüter benötigt. Nach Abzug dieser Kosten bleibt ein Betrag, der uns die Umsetzung der „Windkraftkunst im Kornfeld“ erleichtert. Hiermit lassen sich vor allem die Adapter und Stangen für die Montage im Feld finanzieren. Ein Teil fließt auch in die Ausgestaltung des Lernkoffers.

Wer hat denn die Finanzspritzen gegeben?

Thesing: Die Unterstützer waren vor allem Menschen, die sich für nachhaltige Projekte interessieren. Vielfach steckte eine persönliche Motivation dahinter. Oft lassen sich Interessen der Unterstützer mit unseren Zielvorstellungen vereinbaren. Die meisten Besucher unserer Seite kamen laut „Ecocrowd“ aus dem Münsterland sowie aus Köln und Berlin.

Wie viele Projektpartner haben Sie inzwischen für die „Windkraftkunst im Kornfeld“?

Thesing: Trotz des großen Zuspruchs in der Bevölkerung ist es schwer, Lehrer aus anderen Schulen für die Ausstellung zu gewinnen. Denn schließlich ist es nicht so einfach, über das eigene System Schule mit anderen Schulen zu kooperieren. Hierfür bedarf es vor allem engagierte Lehrer, die mit viel Leidenschaft nachhaltige Projekte in ihren Unterricht einbinden. Daher finde ich es gut, dass die Sekundarschule und die Talenteschmiede aus Schöppingen auf jeden Fall teilnehmen möchten. Darüber hinaus haben weitere Schulen ihre Zusage in Aussicht gestellt. Abhängig von der Schülerzahl und dem Einsatz der Lehrkräfte können aber erst in den nächsten Wochen konkrete Entscheidungen gefällt werden. 

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