Vertrag endet am 30. Mai 2016
Tummel kündigt Westfleisch

schöppingen -

Der Schlachtbetrieb Tummel und Westfleisch gehen getrennte Wege. Nach Aussage eines Westfleisch-Sprechers hat Tummel den bestehenden Vertrag zum 30. Mai 2016 gekündigt. „Wir geben dazu keine Auskunft“, sagte Geschäftsführer Ralf Tummel auf WN-Nachfrage.

Dienstag, 29.09.2015, 08:09 Uhr

355 000 Sauen hat Westfleisch zuletzt in Schöppingen zerlegt. Ab Juni 2016 gehen Westfleisch und Tummel getrennte Wege.
355 000 Sauen hat Westfleisch zuletzt in Schöppingen zerlegt. Ab Juni 2016 gehen Westfleisch und Tummel getrennte Wege. Foto: dpa/rjo

„Wir werden den Standort Schöppingen aufgeben“, bestätigte am Montag der Westfleisch-Sprecher. Geplant ist ein Umzug nach Dissen am Teutoburger Wald . In der ehemaligen Gausepohl-Anlage dort möchte Westfleisch sowohl Sauen schlachten als auch zerlegen. Wie genau, das steht noch nicht fest.

Westfleisch will mit Danish Crown (Dänemark) das Gemeinschaftsunternehmen „Westcrown“ gründen. Derzeit fehlt dem Joint Venture noch die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel. Der Pressesprecher zeigte sich zuversichtlich, in den kommenden Monaten die Zustimmung zu erhalten.

Für den Produktionsstandort in Dissen am Teutoburger Wald liegt aber, so das Unternehmen, eine Genehmigung sowohl für die Schlachtung als auch Zerlegung von Sauen vor. Sollte das Joint Venture platzen, könnte Westfleisch auch alleine oder mit einem anderen Partner den Betrieb aufnehmen.

Westfleisch will auch am neuen Standort im Landkreis Osnabrück mit seinem bisherigen Subunternehmer weiterarbeiten, der bisher bereits in Schöppingen die Mitarbeiter stellt. „Wir werden die vertrauensvolle und langjährige Arbeit fortsetzen“, so der Westfleisch-Sprecher. Davon sind rund 180 Arbeitsplätze betroffen.

Welche Pläne Tummel für die Zukunft hat, dazu machte Geschäftsführer Ralf Tummel keine Angaben. Da die Schöppinger nach Aussage von Westfleisch von sich aus den Vertrag gekündigt haben, dürfte davon auszugehen sein, dass der Familienbetrieb schon eine neue Nutzung geplant hat. Ob alleine oder mit einem Partner – das ist derzeit fraglich.

Das Unternehmen Westfleisch hat zuletzt rund 355 000 Tiere in Schöppingen zerlegt. In Dissen soll diese Zahl in den kommenden Jahren erhöht werden, so das Unternehmen.

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