Christone „Kingfish“ Ingram und Betty Fox beim 25. Bluesfestival
Ein Phänomen und ein Vulkan

Schöppingen -

Wer die Augen schließt, könnte meinen, da singt und spielt ein älterer Blues-Veteran. Freddie King oder Big Jack Johnson vielleicht. Doch es ist ein Teenager, der mit Mikrofon und Gitarre auf der Bühne steht. Christone „Kingfish“ Ingram ist gerade mal 16 Jahre alt – und damit wohl der jüngste Musiker, der an Pfingsten beim 25. Bluesfestival am Vechtebad auftritt.

Dienstag, 03.05.2016, 06:05 Uhr

Junges Talent: Christone „Kingfish“ Ingram
Junges Talent: Christone „Kingfish“ Ingram Foto: PR Christone Ingram

Schon früh war Christone Ingram von Musik umgeben: Schließlich wuchs er im Mississippi-Delta auf – klar, dass er viel Blues hörte. In der Kirche seiner Eltern spielte außerdem Gospel eine große Rolle. Aber auch Country lief bei Familie Ingram immer mal wieder, zählt doch der legendäre Charley Pride zur Verwandtschaft.

So begann Christone auch schon im zarten Alter von sechs Jahren damit, selbst Musik zu machen und Schlagzeug zu spielen. Drei Jahre später widmete er sich dem Bass, und mit elf spielte er Gitarre. Und das recht erfolgreich: Die Blues-Szene feiert ihn als „ein Phänomen, das schon bald zur Legende werden könnte“. Jung an Jahren, spielt er den Blues so wie seine Mentoren und Vorbilder der älteren Generation – von B.B. King über Lucky Peterson bis Joe Bonamassa. Nicht ohne dem Ganzen allerdings eine ganz persönliche Note zu geben: „Er haucht der Musik neues Leben ein“, heißt es auf seiner Homepage über ihn. Inzwischen hat „Kingfish“ auf zig Bühnen in den USA gestanden – sogar im Weißen Haus hat er schon gespielt, für First Lady Michelle Obama.

In Schöppingen spielt er am Pfingstsamstag (14. Mai): Sein Auftritt ist für 15.45 Uhr geplant.

Betty Fox macht den Anfang

Vorher erklimmt Betty Fox die Festivalbühne – als erste an diesem Tag. „Da kann man aber nicht von einem Opener sprechen“, sagt Richard Hölscher vom organisierenden Kulturring. Aber was will man machen, wenn ausschließlich Hochkaräter das Programm bestreiten? Einer muss den Anfang machen – in diesem Fall ist es Betty Fox.

Die aus Florida stammende Musikerin singt seit ihrer Kindheit. Da hat sie etwas mit „Kingfish“ gemeinsam: Musik spielte in ihrer Familie immer eine große Rolle, besonders Country Gospel. Ihr Debütalbum, das 2012 erschien, verzückte die Kritiker im Blues-Geschäft. Auch die Nachfolge-Platte „Slow Burn“ aus dem Jahr 2015 kommt unter Kennern bestens an.

Nun kommt sie mit ihrer Band zum ersten Mal nach Europa. Und die Besucher des Bluesfestivals in Schöppingen dürfen sich an dem Pfingstsamstag wohl auf einen fulminanten Auftritt gefasst machen: „Sie sieht aus, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte, aber in ihr steckt ein lodernder Vulkan, der nach kurzer Aufwärmphase eruptiert“, heißt es auf der Website des Kulturrings Schöppingen, „ihre Lieder ergießen sich wie glühende Lava über das Publikum.“ Klingt nach einem heißen Start in den Festivalsamstag . . . 

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