Bluesfestival
Eine echte Bereicherung für den Ort

Schöppingen -

Das mit den Brötchen war anfangs so eine Sache, erinnert sich Karl-Heinz Kisser. Als der Angelverein im Jahr 2008 die Betreuung des Campingplatzes für die Festival-Besucher übernahm, hatte er mit so etwas noch keinerlei Erfahrung.

Mittwoch, 11.05.2016, 05:05 Uhr

Zwei junge Helfer wiesen vergangenes Jahr die Fahrzeuge am Campingplatz ein.
Zwei junge Helfer wiesen vergangenes Jahr die Fahrzeuge am Campingplatz ein. Foto: Anne Alichmann

Das Aufbacken von 700 Brötchen zum Frühstück stellte sich denn auch als ziemliche Herausforderung dar: „Die habe ich auf die Backöfen meiner Vereinskollegen verteilt und im Fünfminutentakt abgeholt“, erinnert sich Karl-Heinz Kisser und lacht.

Heute läuft das anders – die Angler haben sich Unterstützung von einem örtlichen Bäcker geholt. Auch sonst sind sie schon richtige Profis. „Wir haben viel dazugelernt und sind inzwischen sehr gut organisiert“, sagt Kisser. Rund 450 Camper betreut der „Hechtclub“ inzwischen pro Festival und kümmert sich um alles von der Parkeinweisung bis zum morgendlichen Buffet. Auch für besondere Fälle haben die Helfer eine Lösung parat: „Die Besucherin mit Sonnenbrand haben wir zum Beispielt mit Quark versorgt und den Gast mit umgeknickten Fuß ins Krankenhaus gefahren“, berichtet Tanja Löhring . Dieses Engagement wissen die Festivalbesucher denn auch zu schätzen. Einige von ihnen sind schon Stammgäste auf dem Campingplatz – und manche auch schon zu Freunden geworden. „Die sind alle total lieb und nett“, sagt Karl-Heinz Kisser. Und auf sie ist Verlass: „Müllsammeln müssen wir anschließend nicht“, sagt Dennis Maas.

Für den Angelverein ist das Festivalwochenende zu einem Höhepunkt im Kalender geworden. „Das ist für Schöppingen eine echte Bereicherung . Und wir sind glücklich, dass der Kulturring uns damals gefragt hat“, sagt Karl-Heinz Kisser. Nicht nur, weil das Ganze unheimlich Spaß mache und man sich auf diese Weise als Verein gut der Öffentlichkeit präsentieren könne. „Es tut auch den jüngeren Leuten gut“, so Karl-Heinz Kisser. Denn auch die Nachwuchsangler könnten schon Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Und sie profitieren auch über das Wochenende hinaus von ihrer Mithilfe: Der Erlös wird für die Jugendabteilung des Vereins eingesetzt. Und so hat der Angelverein auch keine Probleme, freiwillige Helfer zu finden – im Gegenteil. Kisser: „Es werden von Jahr zu Jahr mehr.“

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