Bluesfestival
Tolles Feedback treibt an

Schöppingen -

All seine Crew-Pässe hat Josef Wolf vom Motorradclub „Friends of the Road“ an einem Schlüsselband aufgereiht, nach Jahren sortiert. Als Erinnerung an die vergangenen Festivals. Aber langsam wird es eng.

Donnerstag, 12.05.2016, 05:05 Uhr

Josef Wolf (rechts) mit zwei weiteren Helfern.
Josef Wolf (rechts) mit zwei weiteren Helfern. Foto: Archiv Josef Wolf

„Für den neuen Ausweis ist gar kein Platz mehr, da brauche ich mal was Neues“, stellt der Schöppinger mit einem Lachen fest. Klar, da ist über die Jahre einiges zusammengekommen: Schließlich war der Schöppinger Motorradclub „Friends of the Road“ von Anfang an dabei.

„Das Ganze ist aus einer Partylaune heraus entstanden“, erinnert sich Josef Wolf . Die erste Ausgabe war „eine normale Feier mit Live-Musik, mit Brettern und Bierkisten als Bühne“. Dass aus der Veranstaltung irgendwann mal ein mehrtägiges Festival mit internationalen Größen der Blues-Szene werden würde – das ahnte damals noch niemand.

Und wie das Festival wuchs, so veränderten sich über die Zeit auch die Aufgaben der Motorradfreunde: Anfangs bauten sie noch die komplette Bühne auf und standen als Ordner vor der Bühne. Heute gibt es dafür externe Profis. Aber: Noch immer schauen die Clubmitglieder, ob alles seine Ordnung hat, kontrollieren den Zaun und die Eintrittskarten. Viel zu tun haben sie da aber meistens nicht, denn die meisten Bluesfans sind nicht gerade Krawallmacher: „Die sind eher gemütlich unterwegs“, so Josef Wolf.

Zudem zeichnet der Motorradclub – er hat Expertise in den eigenen Reihen – nach wie vor für die Stromversorgung verantwortlich. 500 Meter Kabel gilt es allein für die Hauptleitungen zu verlegen. Da bange man schon, ob alles funktioniert, berichtet Josef Wolf: „Wenn der erste Gig gelungen ist, ist man beruhigt.“

Bei den After-Show-Partys feiert der Club immer noch gerne mit – auch wenn die Feten nicht mehr wie früher im Vereinsheim steigen. Josef Wolf erinnert sich an legendäre Partys, die bis in die frühen Morgenstunden gingen: „Einige Künstler haben kein Ende gekriegt“, erzählt er lachend. Beim gemeinsamen Feiern ist denn auch so manche Freundschaft entstanden, die bis heute noch hält. Zu einer Band aus Bayern zum Beispiel haben die Schöppinger Motorradfreunde immer noch Kontakt. „Die haben wir sogar schon mal besucht.“

Und auch „wenn wir alle nicht jünger werden“: Ans Aufhören denken die Clubmitglieder noch nicht. Dafür macht die ganze Sache ihnen zu viel Spaß. „Und wenn man dann das Feedback der Künstler oder der Besucher hört, dann ist das schon toll“, sagt Josef Wolf. „Das treibt einen an, dann macht man das gerne.“ Auch das Miteinander unter den Ehrenamtlichen und die Unterstützung der Bevölkerung lobt der Motorradfreund: „Hut ab, dass alle so mitmachen. Da kann man nur Danke sagen.“

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