Konzert mit dem Trio „Charming Blossom“ im Alten Rathaus
Prickelnd und dramatisch

Schöppingen -

Wenn sich zwei Gitarristen daran machen, Opern-Arien ganz neu für ihre Instrumente zu arrangieren, treibt das „bezaubernde Blüten“. Deshalb haben Ulrich Steier und Pim Weierink ihr Trio, das von der charmanten Mezzosopranistin Anouk Snellink komplettiert wird, „Charming blossom“ genannt. Die drei lernten sich am Artez Conservatorium Enschede kennen. Steier war bis 1996 Student, danach Dozent. Weierink hat bei ihm den Bachelor 2013 abgelegt. Snellink beendete 2015 ihr Gesangsstudium in Enschede mit dem Bachelor.

Montag, 13.06.2016, 09:06 Uhr

Das Trio „Charming Blossom“ beim Konzert am Freitagabend im Alten Rathaus von Schöppingen.  
Das Trio „Charming Blossom“ beim Konzert am Freitagabend im Alten Rathaus von Schöppingen.   Foto: Elvira Meisel-Kemper

Steier schürte die Spannung. „Wir haben ein echt anspruchsvolles Programm für Sie, das man so selten geboten bekommt“, so Steier. Das Konzert schrieb Steier zur 50-Jahr-Feier der Deutsch-Srilankischen Freundschaft. Die Uraufführung war 2003 in Colombo .

Opern-Arien wechselten mit Eigenkompositionen und neuen Arrangements von Steier. Dazu gehörte die Ouvertüre aus der Oper „Adelson e Salvini“ von Vincenzo Bellini, die direkt in eine Arie mündete. Snellinks starker und reifer Mezzosopran mit den einfühlsamen Gitarrenklängen von Weierink und Steier erzeugte bereits am Anfang des Konzerts Gänsehaut. Prickelnd war Snelinks szenisch-dramatische Umsetzung auch in anderen Arien aus Opern von Henri Purcell und Antonin Dvořak. „Das Lied an den Mond“ aus der Oper „Rusalka“ von Dvořak sang sie sogar auf Tschechisch. Arien von Giacomo Puccini und Wolfgang Amadeus Mozart machte das Trio durch die Bühnenpräsenz von Snellink und durch das Gitarrenspiel von Steier und Weierink zu einem ganz besonderen Erlebnis. Puccinis Arie „O mio babbino caro“ aus seiner Oper „Gianni Schicchi“ würzten die Gitarristen mit einer spanisch angehauchten Einlage.

Steiers Eigenkompositionen ließen die stimmliche Wandelbarkeit von Snellink erkennen. Mit ihrer wunderbaren Stimme füllte sie auch mühelos das stilistische Spektrum von Jazz bis hin zu Swing und Sprechgesang. Steier arrangierte Lieder des Renaissance-Komponisten John Dowland neu. „Come heavy sleep“ von Dowland feierte Wiederauferstehung im modernen Gewand, die das Publikum im Konzert miterleben durfte.

Begeisterter Applaus mündete am Ende in Standing Ovations.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4075502?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F156%2F4848853%2F4848860%2F
Gronau groovt neun Tage lang
Joris eröffnet am Samstag (27. April) den musikalischen Reigen in der Bürgerhalle.
Nachrichten-Ticker