Ferienspiele Schöppingen
Der Kampf mit dem A

Schöppingen -

Forsch treten die Jungen an das „laufende A“ heran. Das packen wir locker, da sind sie sich ganz sicher. „Das laufende A“ ist am Mittwoch eine von zehn Stationen bei der diesjährigen Rallye während der Schöppinger Ferienspiele.

Donnerstag, 21.07.2016, 06:07 Uhr

Einen Ring mussten die Teilnehmer mithilfe einer im Mund gehaltenen Salzstange an den Mitspieler weitergeben.
Einen Ring mussten die Teilnehmer mithilfe einer im Mund gehaltenen Salzstange an den Mitspieler weitergeben. Foto: Rupert Joemann

Rüdiger Sasse reicht den Jungs erst einmal zur Stärkung Apfelstückchen. „Jeder mindestens zwei“, ruft der Stationsbetreuer ihnen zu. Die reißen ihm die Stückchen förmlich aus der Hand. „Hast du nicht mehr geschält?“, nimmt eine der Helferinnen Sasse auf die Schippe.

Beim „laufenden A“ kommt es mehr auf die richtige Technik und Geschicklichkeit an als auf Kraft. Auf einer Querlatte müssen die Teilnehmer wie beim Stelzenlauf nach vorne balancieren. Das große A ist ganz oben mit zwei Seilen befestigt. Felix und Timo ziehen an den Enden, sodass das A gerade stehen bleibt. Die beiden erfüllen ihre Aufgabe.

Nur auf der Querlatte läuft es irgendwie nicht rund. Die Gruppe kommt kaum vorwärts. Wer den Boden berührt, wird vom nächsten abgelöst. Die sonst so forschen Jungen reißen sich dieses Mal nicht darum, als nächster dranzukommen.

Jonas Bunnefeld hat den Dreh raus, er bewegt das A ein gutes Stück. Nach zwei Minuten stoppt Rüdiger Sasse die Jungs. Er misst die zurückgelegte Strecke: drei Meter. „Ich gebe euch noch zehn Zentimeter drauf“, sagt Sasse. Macht 3,10 Meter.

Die Rallye-Organisatoren um Johannes Roosmann haben kurzfristig auf die Hitze reagiert und die Stationen so gelegt, dass sie allesamt im Schatten liegen. Zudem erinnern die Betreuer die Kinder immer wieder daran, etwas zu trinken. An den Stationen stehen außerdem ausreichend Wasserflaschen.

„Wir sind selbst entsetzt“, sagt Mitorganisator Michael Saar mit einem Schmunzeln im Gesicht über das Wetter. In den vergangenen Jahren regnete es immer. „Wir sollten die Rallye in Extremrallye umbenennen“, fügt Saar hinzu. Auf dem Plan steht noch Regenrallye. Michael Saar verkürzt extra die Pausen zwischen den Starts der elf Gruppen. Saar: „Damit alle vor der Mittagshitze im Wald sind.“

Besonders beliebt sind die Stationen, bei denen Wasser mit in die Spielform integriert ist, wie beim Wasserbomben-Werfen. „Das war das Lustigste, weil Julius klitschnass geworden ist“, ruft ein Junge.

Zu dem Zeitpunkt hat die Gruppe noch das Goldschlürfen an Station zehn vor sich. An einem seichten Zugang zur Vechte müssen die Mädchen und Jungen mit den Füßen ins Wasser, um die Goldmünzen herauszuholen. Eine echte Wohltat bei der Hitze.

Nach der Fünf-Kilometer-Runde gibt‘s zum Abschluss an der Brüningmühle noch Gemeinschaftsspiele.

Am heutigen Donnerstag legen die Ferienspiele eine eintägige Pause ein. Weiter geht es am morgigen Freitag mit der Fahrt zum Frankenhof nach Reken. Dort wird abends gezeltet.

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