Heimatverein Eggerode
Alte Schätzchen in die digitale Zukunft retten

Eggerode -

Dass der Heimatverein Eggerode auch andere Wege geht, als die, die man von einem Heimatverein klassischerweise kennt, hat er bereits zur Fußball-Europameisterschaft gezeigt: Public Viewing in der Heimatstube – die voranschreitende Technik in Form eines Fernsehanschlusses macht’s möglich. Nun soll das Digitalisieren von VHS-Kassetten weiter vorangetrieben werden – auch hier dank technischen Fortschritts.

Freitag, 05.08.2016, 10:08 Uhr

Jens Reinermann beim Digitalisieren alter Videobänder. Auf dem Bildschirm eine Szene eines Schützenfests im Jahr 1975: König Paul Löderbusch gratuliert Kinderschützenkönig Friedhelm Füchter, Königin Hedwig Daldrup hilft Kinderkönigin Petra Nacke beim Aufsetzen des Diadems.
Jens Reinermann beim Digitalisieren alter Videobänder. Auf dem Bildschirm eine Szene eines Schützenfests im Jahr 1975: König Paul Löderbusch gratuliert Kinderschützenkönig Friedhelm Füchter, Königin Hedwig Daldrup hilft Kinderkönigin Petra Nacke beim Aufsetzen des Diadems. Foto: Heimatverein Eggerode

Dass der Heimatverein Eggerode auch andere Wege geht, als die, die man von einem Heimatverein klassischerweise kennt, hat er bereits zur Fußball-Europameisterschaft gezeigt: Public Viewing in der Heimatstube – die voranschreitende Technik in Form eines Fernsehanschlusses macht’s möglich. Rund zwanzig Zuschauer verfolgten die Deutschland-Spiele, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Nun soll das Digitalisieren von VHS-Kassetten weiter vorangetrieben werden – auch hier dank technischen Fortschritts. Bereits im vergangenen Jahr kam der Heimatverein durch Spenden in den Besitz eines Video-Digitalisierungsgerätes, mit dem es möglich ist, Filme von VHS-Kassetten auf DVD zu brennen und digital zu speichern. Mit Jens Reinermann hat sich nun jemand für den Verein gefunden, der sich verantwortlich zeigen möchte, die alten Videofilme ins nächste Jahrhundert zu retten. Viele besitzen gar keinen Videorekorder mehr, sondern nur noch DVD-Player. Das Medium Videokassette verschwindet nach und nach aus der Palette der Speichermedien. Dazu passt die Meldung, dass der weltweit letzte Produzent von Videorekordern in diesen Tagen seine Produktion einstellt.

Nun soll mithilfe des Heimatvereins dieses Problem gelöst werden. Die ersten Filme wurden bereits digitalisiert und auf DVD gebrannt. Eine Hochzeit aus den 60er-Jahren, ein Schützenfest aus den 70er-Jahren oder eine Feier der Dorfgemeinschaft aus den 1980er-Jahren – alles Schätzchen, die sonst unwiederbringlich verloren gehen würden. Denn der Zahn der Zeit nagt mächtig an den Magnetbändern. Hersteller geben ihnen eine Lebensdauer bis zu 35 Jahren. Für Bänder aus den 70er- und 80er-Jahren wird es also höchste Zeit.

Die vom Heimatverein auf DVD gebrannten Filme können so bewahrt und zum Beispiel am heimischen Computer weiterbearbeitet werden. Alle 14 Tage samstags von 10 bis 12 Uhr soll dieser Service in der Heimatstube angeboten werden. Der nächste Termin ist am morgigen Samstag (6. August). Interessenten können sich wegen eines Termins melden unter ✆0160 98750419.

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