Ausstellung in der Wohnraumgalerie
„Ich taste mich langsam heran“

Schöppingen -

Hans Nijman ist ein vielfältiger Mann: Ob Expressionismus, Impressionismus oder Pop-Art, der Asbecker Künstler interpretiert mit Ölfarbe, Acryl und Sprühdosen die imposanten Malstile auf Leinwänden neu. Mit seiner aktuellen Ausstellung „Menschen“ in den Fluren des St.-Antonius-Hauses zeigt Nijman mit großformatigen Porträts und abstrakten Bildern einen kleinen Ausschnitt seines künstlerischen Schaffens.

Montag, 31.10.2016, 08:10 Uhr

Hans Nijmann vor einem seiner Bilder.
Hans Nijmann vor einem seiner Bilder. Foto: Sabine Sitte

Staunend läuft Hans Nijman am Freitagabend von Bild zu Bild und schaut in alle Winkel, um jedes Einzelne seiner Werke neu zu entdecken. Petra Nijman lacht: „Du bist sicher der einzige Künstler weit und breit, der erst zur Vernissage erfährt, wie die Ausstellung aufgebaut ist.“ Auch wenn Hans Nijman die Bilder selbst ausgesucht hat, um die passende Hängung hat er sich nicht gekümmert. So etwas überlässt er gerne seiner Frau. Das Künstlerehepaar betreibt in Asbeck die Galerie „Brücke“.

Die Wohnraumgalerie im St.-Antonius-Haus lockt Besucher mit wechselnden Ausstellungen. Nun sind es Nijmans „Menschen“, die den Betrachter in ihren Bann ziehen: Geheimnisvoll blickt die „Geisha“ aus intensiven Augen, „Mina“ blinzelt verwegen und träumend verliert sich „Singer“ in der ihr eigenen Welt. Nijman malt viele seiner Porträts in ruhigen Farben: wärmende Brauntöne unterstreichen eingefangene Momente des Rückzugs und der Trauer der Figuren. Besonders ausdrucksstark findet Petra Nijman das Selbstporträts des Künstlers: „Er hat sich damit so getroffen wie auch ich ihn kenne“, sagt sie. „Nach innen gekehrt, nach außen verschlossen wirkend.“

Doch der gebürtige Niederländer kann auch bunt und laut: Expressionistische Farbexplosionen in rot, blau und grün, angelehnt an die Werke berühmter Maler der Künstlergruppe „Die Brücke“ wie Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel , verleihen auch Nijmans Bildern eine wilde Lebendigkeit. Im Pop-Art-Stil leuchten zwei seiner Porträts neonfarben von den Wänden. Der Autodidakt, der erst 2005 zur Malerei fand, probiert sich gern aus. „Ich taste mich langsam an alles heran.“ Im Moment befinde er sich in einer abstrakten Phase, so der 55-Jährige.

► Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar täglich von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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