Thriller Aschekinder
Harry Potter stürzt Wiljo Krechting

Schöppingen -

Drei Monate hält sich Wiljo Krechtings fünfter Thriller Aschekinder an der Spitze der Tolino-E-Book-Charts – doch dann kommt die Engländerin J. K. Rowling. Sie stürzt den Schöppinger vom E-Book-Thron. Dass er sich so lange an der Spitze gehalten hat, ist ein echter Erfolg.

Samstag, 31.12.2016, 06:12 Uhr

Erstmals ist mit Aschekinder ein Thriller von Wiljo Krechting auf Papier erschienen. Drei Monate stand der Thriller auf Platz eins der Tolino-E-Book-Charts.
Erstmals ist mit Aschekinder ein Thriller von Wiljo Krechting auf Papier erschienen. Drei Monate stand der Thriller auf Platz eins der Tolino-E-Book-Charts. Foto: Rupert Joemann/Wiljo Krechting

Drei Monate hält sich Wiljo Krechtings fünfter Thriller Aschekinder an der Spitze der Tolino-E-Book-Charts – doch dann kommt die Engländerin J. K. Rowling. Ihre achte Geschichte um Harry Potter und das verwunschene Kind stürzt den Schöppinger vom E-Book-Thron. Ein kleiner Schubser, auf den er durchaus stolz sein kann. „Ich möchte mich nicht mit J. K. Rowling messen“, sagt der 35-Jährige schmunzelnd. Krechting lag nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und Österreich vorne bei den Tolino-E-Book-Charts.

Dass er sich so lange an der Spitze gehalten hat, ist ein echter Erfolg. Rund 40.000 Mal hat sich sein Thriller für den E-Book-Reader Tolino verkauft. Doch das dürfte nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ab März ist Aschekinder auch für Amazons Kindle erhältlich, die zweite E-Book-Plattform in Deutschland.

Und erstmals veröffentlicht Wiljo Krechting, der unter dem Pseudonym W. J. Krefting schreibt, seinen Thriller auch in Papierform. Sein Krimi, der erstmals in Australien spielt, ist auch über den regulären Buchhandel erhältlich.

Ersten Thiller spielen in Berlin und Münster

Derzeit überarbeitet er sein erstes Buch. Auch das soll – genauso wie die anderen drei – noch auf Papier erscheinen. Krechting, der bei der Shopware AG als Pressesprecher arbeitet, hat eigens einen Cover-Designer aus Griechenland engagiert.

Den fand Krechting über eine spezielle Internet-Plattform. „Ich habe ihm meinen Klappentext geschickt. Und sein erster Entwurf stimmte gleich“, ist der 35-Jährige sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit, auch wenn er den Griechen noch nie persönlich getroffen hat.

„Ich möchte, dass die Bücher einen Wiedererkennungswert haben“, sagt Wiljo Krechting. Die Titelbilder (Cover) sollen so gestaltet werden, dass der Leser sofort erkennt, dass es sich um ein Krechting-Buch handelt.

Die ersten vier Thriller, die in Münster und Berlin spielen, will er auch noch einmal neu lektorieren lassen. Ihnen möchte er auch neue Titel geben, Ein-Wort-Titel. „Die sind griffiger“, begründet Krechting diesen Schritt.

Korrespondent für Tageszeitungen

Rund ein halbes Jahr hat der Schreibprozess an Aschekinder gedauert. „Ich nehme mir vor, jeden Abend eine Seite zu schreiben.“ Die Geschichte hat er schon so in seinem Kopf, dass er keine Angst hat, den Faden zu verlieren.

Bei Aschekinder kam aber plötzlich doch etwas Hektik auf, obwohl er eigentlich keinen Abgabetermin hatte. „Die Buchhandlung Thalia wollte das Buch in ihren Pfingst-Newsletter aufnehmen“, erzählt Wiljo Krechting. Die Chance ließ sich der Schöppinger nicht entgehen.

Dass er seinen fünften Krimi im fernen Australien spielen lässt, verwundert nur auf den ersten Blick. 2008 studierte Krechting zehn Monate in Australien Journalistik und arbeitete zudem als Korrespondent für einige deutsche Tageszeitungen.

Mit dem befreundeten Pärchen Josh und Ro besuchte er auch das kleine und abgelegene Städtchen Swan Hill. Auf dem Weg dorthin legten die drei nachts in der Nähe eines einsamen Waldes eine Pause ein. Seine Freunde erzählten dem Deutschen davon, dass in den 1990er-Jahren in dem Wald Jugendliche verschwunden und nie wiedergekehrt sein sollen. Diese Geschichte war der Aufhänger für seinen aktuellen Thriller, der eben in Swan Hill spielt.

Australier und Aborigines

„Die markantesten Punkte des Städtchens hatte ich noch verinnerlicht“, sagt der 35-Jährige. Anderes recherchierte er im Internet nach.

Er möchte auch die „dunkle Seite Australiens“ beschreiben. „Australien ist nicht nur Strand und Sonne“, so Krechtings Erfahrung.

Es gebe zum Beispiel viele Selbstmorde unter Farmern, „wegen wegbrechender Ernten“. Auch der zweifelhafte Umgang der Australier mit den Aborigines und die zahlreichen Schwangerschaften von jugendlichen Mädchen sind zwei weitere Beispiele für Wiljo Krechting.

Auch wenn der Schöppinger schon 40.000 Exemplare verkauft hat, reich wird er damit nicht, da das meiste Geld bei den Händlern bleibt. Dafür gönnt er sich die Zusammenarbeit mit dem Designer und einem Lektorat. „Und ein Urlaub sitzt auch noch drin“, sagt Wiljo Krechting.

Zum Thema

W. J. Krefting, Aschekinder, Taschenbuch (286 Seiten), 9,99 Euro, ISBN-10: 1537529056, ISBN-13: 978-1537529059

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