Christa Schütz-Roters engagiert sich im Berufsverband
Pfarrsekretärinnen sind auch mal Seelentröster

Schöppingen -

Christa Schütz-Roters stammt zwar aus Schöppingen, doch sie lernt immer wieder Neues über ihren Heimatort. Das liegt nicht nur an ihrem aufgeschlossenen Wesen.

Samstag, 18.03.2017, 06:03 Uhr

Immer ein offenes Ohr hat die Schöppinger Pfarrsekretärin Christa Schütz-Roters für die Gemeindemitglieder.
Immer ein offenes Ohr hat die Schöppinger Pfarrsekretärin Christa Schütz-Roters für die Gemeindemitglieder. Foto: Rupert Joemann

Auf dem Schreibtisch der Pfarrsekretärin landen automatisch Unterlagen aus den Familienstammbüchern vieler Schöppinger, zum Beispiel bei kirchlichen Eheschließungen, Taufen oder Sterbefällen. „Wenn man weiß, wer zusammengehört, passieren weniger Fehler“, sagt Schütz-Roters schmunzelnd.

In der vergangenen Woche ist die 49-Jährige zur Beisitzerin des Berufsverbandes der Pfarrsekretärinnen im Bistum Münster mit rund 500 Mitgliedern gewählt worden. Auch ein Indiz dafür, dass sie offen für Neues ist. „Das habe ich relativ spontan entschieden“, erzählt die studierte Diplom-Geografin. Relativ spontan heißt: während der Sitzung.

Seit rund sechs Jahren gehört die vierfache Mutter dem Berufsverband an. Die Schöppingerin lernte ein Vorstandsmitglied auf einer Fortbildung kennen. So war der Kontakt geknüpft.

Regelmäßig besucht Christa Schütz-Roters, die zusammen mit Margret Hölscher die Arbeiten im Pfarrbüro St. Brictius erledigt, Fortbildungen. „Die finde ich enorm wichtig“, betont sie. So blieben die Pfarrsekretärinnen immer auf dem neuesten Stand.

Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Berufsverband möchte sie einen Beitrag dazu leisten, „den Berufsverband bekannter und das Anforderungsprofil einheitlicher zu machen“.

Bei allem steht Verschwiegenheit an oberster Stelle. Das gilt auch für Margret Hölscher und Barbara Roters (Eggerode). Darauf können sich die Gemeindemitglieder verlassen. „Man muss zuhören und geduldig sein“, erzählt Christa Schütz-Roters, die wie Margret Hölscher elf Wochenstunden im Pfarrbüro arbeitet.

Gerade Ältere suchten den Weg ins Pfarrbüro. „Sie haben lieber den persönlichen Kontakt.“ Dann werde auch „ein bisschen gequatscht“. Die Mitarbeiterinnen sind dann hin und wieder schon einmal Seelentröster. Jüngere Gemeindemitglieder rufen dagegen mehr an oder schreiben E-Mails.

Das vom Verband erarbeitete Aufgabenbild reicht vom Führen der Kirchenbücher, über Pressearbeit, der Verwaltung der pfarreigenen Räume bis zu den Anmeldungen zu den Sakramenten.

Christa Schütz-Roters kam eher zufällig ins Pfarrbüro. Sie engagierte sich seit 1998 im Pfarrgemeinderat und hatte einmal anklingen lassen, dass sie die Aufgabe im Pfarrbüro interessant fände. Als ihre Amtsvorgängerin Gertrud Kappelhoff einmal erkrankte, rief prompt Pfarrer Wolfgang Böcker bei ihr an.

„Ich kannte die Struktur der Gemeinde ja durch die Arbeit im Pfarrgemeinderat“, sagt die Schöppingerin. Deshalb fiel ihr der Einstieg relativ leicht. Sie habe beim dritten Kind wieder anfangen wollen zu arbeiten, so die heute 49-Jährige.

Mit ihrer Entscheidung ist sie sehr zufrieden. Die Pfarrsekretärinnen übernehmen manche Aufgaben, die früher ausschließlich der Pfarrer erledigte. „Unser ist da sehr kooperativ“, lobt sie Thomas Diedershagen.

Christa Schütz-Roters will demnächst ihre Kolleginnen aus den Dekanaten Ahaus und Vreden zu einem Dekanatstreffen einladen, „um sich kennenzulernen und auszutauschen“. Dort könnten die Kolleginnen sich mit Tipps aus ihrer täglichen Arbeit gegenseitig unterstützen. Da kommt er wieder durch, der wissbegierige Drang, immer beruflich auf dem neusten Stand zu sein.

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