Schöppingerinnen treffen sich seit 30 Jahren zum gemeinsamen Werkeln
Basteln fürs Kommunionkind

Schöppingen -

„Manchmal kommt so eine Kinderkommunion ganz plötzlich“, grinst Petra Knierbein. „Bisher haben wir es aber immer noch rechtzeitig geschafft.“ Wir – das ist eine Gruppe aus sieben bastelbegeisterten Frauen, die sich inzwischen seit 30 Jahren einmal monatlich trifft, um für die Kirchengemeinde kreative Ideen in die Tat umzusetzen.

Donnerstag, 27.04.2017, 08:04 Uhr

Der Bastelkreis (v.l.): Marlies Walbersmann, Gaby Schulze König, Irmgard Hilvert, Petra Knierbein und Anne Eickholt treffen sich seit 30 Jahren. Auf dem Bild fehlen Maria Doedt und Carola Niestegge.
Der Bastelkreis (v.l.): Marlies Walbersmann, Gaby Schulze König, Irmgard Hilvert, Petra Knierbein und Anne Eickholt treffen sich seit 30 Jahren. Auf dem Bild fehlen Maria Doedt und Carola Niestegge. Foto: Susanne Menzel

„Angefangen haben wir damals als Bastelkreis, der kleine Willkommensgeschenke für die Täuflinge in der Gemeinde gefertigt hat“, erinnern sich Gaby Schulze König, Anne Eickholt, Petra Knierbein , Irmgard Hilvert, Maria Doedt, Marlies Walbersmann und Carola Nie-stegge.

Salzteigbäume oder Holzteller mit Buchsbaumkränzen wurden seinerzeit den jungen Eltern für den Nachwuchs überreicht. Gaby Schulze König: „Wir haben uns jedes Mal etwas anderes ausgedacht.“ Auch der Kirchenschmuck zur Weihnachtszeit geht auf den Bastelkreis zurück. „Bei so manch‘ einem Pfarrfest in der Vergangenheit waren wir mit einem eigenen Stand vertreten und haben nette, handgemachte Kleinigkeiten verkauft“, erinnern sich die Schöppingerinnen , die sporadisch durch Mitglieder des Pfarrgemeinderates verstärkt wurden, sich im Grunde aber immer in der „Stammbesetzung“ getroffen haben.

Seit 17 Jahren stehen die Erinnerungsmappen für die Kommunionkinder im Fokus. Jedes Jahr zwischen 50 und 70, immer ganz individuell zusammengestellt. Zwei Jahre wurde auch St. Marien in Eggerode mit „beliefert“.

„Wir greifen stets das Motto auf, unter dem die Kommunionvorbereitung steht“, erklärt Petra Knierbein. „Wir machen uns dann eigene Gedanken, wie wir das Thema umsetzen können.“ Sobald die Ideen sprudeln, geht es an die Materialbeschaffung. „Die Mappen stellt die Pfarrgemeinde, vieles an Beiwerk beschaffen wir selbst“, schildert Anne Eickholt. Und auch da gibt es nur wenig, was nicht verwertet werden kann. Vom Tapetenbuch bis hin zu kleinen Ornamenten oder Glitzerstaub: „Einsetzbar ist fast alles.“

Aus welcher Kreativschmiede die schönen Erinnerungsstücke an die Kommunionvorbereitung stammen, wissen übrigens die wenigsten Eltern: „Das haben wir bisher auch nicht an die große Glocke gehängt“, sagt die Basteltruppe bescheiden. Deshalb sei das Feedback eher gering. „Manchmal gibt es ein Lob oder ein Dankeschön. Aber da wir selbst alle keine Kinder mehr im Kommunion-Alter haben, gibt es dann auch kaum mehr persönlichen Kontakt zu den Gruppen. Der findet eher zur Pastoralreferentin statt, die die Mappen weiterleitet.“

Dieses Jahr, da sind sich die Frauen einig, „war es bei dem Motto ‚Komm wir finden einen Schatz‘ etwas schwieriger, das richtige Outfit für die Mappen zu finden. Wir haben im Internet gegoogelt und Bücher gewälzt, bis wir dann endlich das Richtige hatten“, schildern sie den aktuellen Findungsprozess. Vor zwei Monaten hat das Bastelteam mit der Umsetzung losgelegt. Jetzt geht es bereits in die Endphase. „Dieses Mal wollen wir die Ergebnisse früher abgeben als sonst“, sind die Frauen mit Feuereifer bei der Sache. Ein paar Tage haben sie noch Zeit, „bis die Kinderkommunion ganz plötzlich kommt“.

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