AJ Ghent und seine Band bringen „Sacred Steel“ und Electronic Dance Music zusammen
Die Neuerfindung des Blues

SChöppingen -

Sie waren noch nie in Europa, aber es könnte sein, dass sie öfter kommen müssen, wenn sie erst einmal in Schöppingen beim Blues Festival gezeigt haben, was sie können: AJ Ghent und seine Band bringen den „Neo Blues“ aus ihrer musikalischen Heimat Atlanta mit – mit funky Grooves, hippen Beats und Elementen der Electronic Dance Music.

Donnerstag, 04.05.2017, 06:05 Uhr

AJ Ghent bringt völlig neue Kombinationen aus Klang und Rhythmus in den Blues.
AJ Ghent bringt völlig neue Kombinationen aus Klang und Rhythmus in den Blues. Foto: Veranstalter

Bestimmendes Element dabei ist die Steel Guitar , die AJ Ghent virtuos einsetzt – ganz im Stil und in der Tradition des „Sacred Steel“, den sein Großvater Henry Nelson kreierte: die achtseitige Slidegitarre auf dem Schoß gespielt, die Hände beide wie bei einer Zither von oben angesetzt – allerdings im Stehen. AJs Markenzeichen: eine Hybrid-Gitarre aus Lap Steel Guitar und Telecaster.

Überhaupt ist Musik bei AJ Ghent Familiensache: Schwester Tiffany und Ehefrau Marla singen in seiner Band, Tiffany bedient dazu die Percussion-Instrumente, Marla spielt Bass und Keyboards.

„Alles bei uns zuhause war Musik“, erinnert sich AJ an seine Kindheit in Florida. Vater Aubrey Ghent, Onkel Willie Eason und natürlich der Großvater – alle machten Musik. Mit nachhaltigem Einfluss auf AJ. „Mitzuerleben wie mein Vater und mein Großvater in der Kirche spielten und Gospel vortrugen, inspirierte mich – und die Freiheit des Instruments brachte mich in Sphären, wo ich nie zuvor war.“

Sofort nach dem Schulabschluss stürzte sich AJ in die Musik. Vom ersten Engagement in einer Cover-Band bis zum Debut-Album „Live at Terminal West“ war es eine längere Reise, verbunden mit verschiedenen Versuchen, den Steel Guitar-Sound mit genre-untypischen Rhythmen und Klängen anzureichern.

Als seine damals frisch zusammengesetzte Band 2013 von Atlanta aus begann, die Country-Szene aufzumischen, geschah etwas Unerwartetes. Vom Geheimtipp, der immer wieder für die Größen der Szene den Opener gab, wurde die AJ Ghent Band praktisch über Nacht zum Publikumsliebling. „Es war eine völlig neue Erfahrung“, erinnerte sich AJ später. „Am Ende schrien die Leute nach mehr.“

Prince, James Brown, D‘Angelo – Anklänge an die Großen des Soul, R&B und des Funk haben mit AJ Ghent Eingang gefunden in den Blues, dessen Wurzeln AJ Ghent nie vergessen lässt. Inzwischen sind Bands und Stars wie die Allman Brothers, Robert Cray und Dave Grohl auf den Ausnahmekünstler aufmerksam geworden. Es steht zu erwarten, dass sie nicht die einzigen sein werden.

Das Festival findet am Wochenende 3./4. Juni (Samstag/Sonntag) statt. Einlass jeweils 13, Beginn 14 Uhr. Zwei-Tagesticket: 65 Euro inklusive Gebühren. Campingplatz (max. 450 Personen) pro Person fünf Euro. Tagestickets je 40 Euro. Tickets ausschließlich über die Festival-Homepage erhältlich.

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